Mastitis (Brustentzündung): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2016)

Es gibt für eine Mastitis (Brustentzündung) mehrere mögliche Ursachen. Mediziner unterscheiden zwischen bakteriellen, also durch Keime hervorgerufenen, und nicht-bakteriellen (abakteriellen) Formen der Brustdrüsenentzündung.

Aus einer Mastitis mit nicht-bakteriellen Ursachen kann sich eine bakterielle Brustentzündung entwickeln, wenn sich Keime im entzündeten Gewebe ansiedeln und sich dort vermehren.

Bakterielle Brustentzündung

Hauptverursacher der bakteriellen Mastitis (Brustentzündung) sind Staphylokokken, insbesondere Staphylococcus aureus. Daneben können auch andere Keime, zum Beispiel Streptokokken, eine Entzündung der Brustdrüse hervorrufen. Die Erreger gelangen meist über kleine Risse in der Haut der Brustwarze – sogenannte Schrunden oder Rhagaden – in den Körper.

Bei einer Brustentzündung während der Stillzeit stammen die Bakterien meist aus dem Nasen-Rachenraum der Mutter oder einer anderen Person, die engen Kontakt zu dem Kind hat. Von dort gelangen sie in Nase, Mund und Rachen des Kindes – und damit beim Stillen schließlich an die Brustwarze der Mutter.

Nicht-bakterielle Mastitis

Bei einer nicht-bakteriellen Mastitis liegen die Ursachen häufig in einer vermehrten Sekretbildung in der Brust. Wenn das gebildete Sekret nicht richtig abfließen kann, staut es sich an. Dadurch weitet sich das Milchgangsystem aus und Flüssigkeit dringt in das umliegende Bindegewebe ein. Da Sekret im Bindegewebe als Fremdkörper wahrgenommen wird, ruft es dort eine Entzündungsreaktion hervor. Anschließend können sich sowohl an den geschädigten Milchgängen als auch innerhalb der Entzündungsherde leicht Bakterien ansiedeln und so eine bakterielle Mastitis verursachen.

Die Ursachen der vermehrten Sekretbildung und des daraus folgenden Sekretstaus bei der Brustentzündung sind häufig unklar. Oft produzieren betroffene Frauen zu viel von dem Hormon Prolaktin. Auch eine sogenannte Mastopathie, eine gutartige Veränderung der Brust, kann einen Sekretstau herbeiführen und eine Mastitis auslösen.

Insbesondere die Brustentzündung außerhalb der Stillzeit (Mastitis non-puerperalis) kann auf eine andere, oft chronische Grunderkrankung hinweisen. Sie kann beispielsweise als Begleiterkrankung auftreten von:


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