Mastitis (Brustentzündung): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Mai 2016)

Wenn Sie bei sich Anzeichen für eine Brustentzündung (Mastitis) feststellen, sollten Sie diese unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Denn eine frühzeitige Therapie kann verhindern, dass sich in der betroffenen Brust eitrige abgekapselte Entzündungen – sogenannte Abszesse – bilden.

Bei einer ersten Brustentzündung (Mastitis) ohne Abszess besteht die Therapie unter anderem darin, die Brust zu kühlen – zum Beispiel mit

  • Eisbeuteln,
  • Quarkwickeln oder
  • Umschlägen mit essigsaurer Tonerde.

Zudem sollten Sie, wenn Ihre Brustdrüse entzündet ist, einen BH tragen, der gut sitzt und die Brust gut stützt.

Je nachdem, welche Ursache eine Mastitis hat, verschreibt der Arzt zur Therapie der Brustentzündung Medikamente, welche die Prolaktinproduktion hemmen (sog. Dopamin-Rezeptor-Agonisten), sowie Antibiotika (besonders Oxacillin und Erythromycin) und Entzündungshemmer (Antiphlogistika).

Hat sich ein Abszess gebildet, öffnet der Arzt diesen in einer einfachen Operation und entfernt den Eiter. Auch bei chronischen Entzündungsherden, Restgeschwüren abgeheilter Brustentzündungen oder Fisteln besteht die Therapie in einer Operation.

Bei Brustentzündungen, die durch andere Erkrankungen wie beispielsweise eine Mastopathie verursacht werden, ist auch die Behandlung dieser Grunderkrankung notwendig.


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