|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Masern > Vorbeugen
MasernForumKinderkrankheitenDiskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Kinderkrankheiten Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
MasernMasern: VorbeugenStand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Sie können Masern mit einer Impfung vorbeugen. Sich einmalig impfen zu lassen, reicht jedoch nicht sicher aus – die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) geht davon aus, dass ein vollständiger Impfschutz erst bei zweimaliger Impfung wahrscheinlich ist. Gegen Masern sollte die erste Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten erfolgen, nach dem Verschwinden der mütterlichen Antikörper. Die in Deutschland zugelassenen Masern-Impfstoffe bewirken bei über 90 Prozent der einmal Geimpften einen ausreichenden Impfschutz. Die Reaktion durch den Körper auf die Masern-Impfung ist nach etwa vier bis sechs Wochen nachweisbar. Die empfohlene Zweitimpfung können Sie bei Ihrem Kind bereits vier bis sechs Wochen nach der Erstimpfung durchführen lassen. Sie sollte bis zum Ende des zweiten Lebensjahres erfolgt sein. Danach sollte Ihr Kind einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern haben. Für die Impfung wird ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln sowie auch Varizellen (MMR- bzw. MMRV-Vakzine) empfohlen. Varizellen sind Viren, die unter anderem Windpocken auslösen können. Auch kann der Arzt Monovakzine einsetzen, also Impfseren, die dann ausschließlich einer Masern-Erkrankung vorbeugen. In einigen Fällen kann die MMR-Impfung bereits im Alter von neun Monaten erfolgen (unter der Voraussetzung, dass die mütterliche Immunität nicht mehr vorhanden ist). So zum Beispiel, wenn das Kind bereits in diesem Alter in eine Gemeinschaftseinrichtung wie eine Kindertagesstätte aufgenommen werden soll oder wenn es Kontakt zu Masernkranken hatte. Sollte die Masern-Impfung im Alter von weniger als elf Monaten erfolgt sein, muss die Folgeimpfung bereits zu Beginn des zweiten Lebensjahrs verabreicht werden, da die Möglichkeit besteht, dass noch vorhandene mütterliche Antikörper im ersten Lebensjahr die Impfviren neutralisieren. Säuglinge, die jünger als neun Monate alt sind, sollten gegen eine Ansteckung mit Masern vornehmlich durch die Impfung der Kontaktpersonen geschützt werden. In Ausnahmefällen ist nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung eine Impfung im Alter von sechs bis acht Monaten möglich. In solchen Fällen sind möglichst zwei weitere Dosen des MMR-Impfstoffs im zweiten Lebensjahr zu verabreichen, um eine langfristige Immunität gegen Masern aufzubauen. Eine einmalige Masern-Impfung wird darüber hinaus ebenfalls Erwachsenen empfohlen,
Das gilt besonders für Personen, die im Gesundheitsdienst oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten oder Menschen mit eingeschränktem Abwehrsystem betreuen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene, die nicht geimpft sind, sollten keinen Kontakt mit an Masern erkrankten Personen haben. Damit lässt sich einer Ansteckung vorbeugen. Bei ungeimpften, gesunden Personen kann nach dem Kontakt mit dem Erreger ein Ausbruch der Krankheit durch eine rechtzeitige Masern-Impfung wirksam unterdrückt werden. Bei abwehrgeschwächten und chronisch kranken Menschen verordnen Ärzte vorbeugend (nachträgliche Prophylaxe) spezielle Eiweiße (Antikörper), die den Ausbruch der Masern verhindern können (passive Immunisierung). Weiterlesen: Masern: Vorbeugen – Tipps für Eltern Das könnte Sie auch interessieren
Mein KindErfahren Sie im Ratgeber Mein Kind mehr über alle wichtigen Themen rund um Ihr Kind. mehr ... Weitere Themen:Am häufigsten gelesen
BilderpaarsucheBilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |