|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Masern > Verlauf
MasernForumKinderkrankheitenDiskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Kinderkrankheiten Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
MasernMasern: VerlaufStand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Masern-Infektionen können einen sehr unterschiedlichen Verlauf nehmen. Der Masern-Verlauf richtet sich unter anderem nach der Abwehrlage des Infizierten und nach der Behandlung. In manchen Fällen kann es durch Masern zu Komplikationen kommen. KomplikationenKomplikationen bei Masern treten verhältnismäßig häufig auf, vor allem bei Kindern unter 5 Jahren und Erwachsenen über 20 Jahren. Komplikationen können durch das Virus selbst und durch zusätzliche bakterielle Infektionen hervorgerufen werden. Komplikationen durch das MasernvirusVon Komplikationen, welche die Masern direkt verursachen, können insbesondere die Atemwege und das Gehirn betroffen sein. An den Atemwegen kann es zur Ausbildung einer Bronchitis sowie einer Lungenentzündung kommen, die vor allem in Entwicklungsländern für viele Todesfälle verantwortlich ist. Dies macht deutlich, wie wichtig eine vorbeugende Impfung ist. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die durch Masern ausgelöste Gehirnentzündung, die Masernenzephalitis. Sie entwickelt sich etwa vier bis sieben Tage nach Auftreten des Hautausschlags (Exanthem). Die Gehirnentzündung verursacht Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, epileptische Anfälle sowie Lähmungen. In vielen Fällen heilt die Masernenzephalitis wieder vollständig aus. Bei 20 bis 30 Prozent der von Masernenzephalitis Betroffenen bleiben jedoch dauerhaft Hirnschäden zurück, die sich in Persönlichkeitsveränderungen oder Lähmungen äußern können. Etwa 10 bis 20 von 100 Erkrankten sterben. Eine äußerst seltene Komplikation der Masern führt zum schrittweisen Abbau des Gehirngewebes und des Rückenmarks. Diese sogenannte subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist sehr selten. Trotz intensiver Forschung ist diese Erkrankung nicht heilbar und endet tödlich. Komplikationen durch bakterielle SuperinfektionEine bakterielle Superinfektion entsteht, wenn es neben der Infektion mit dem Masernvirus zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommt. In den meisten Fällen sind das Zahnfleisch mit einer geschwürigen Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis ulcerosa), das Auge mit einer Hornhautentzündung (Keratitis), die zur Erblindung führen kann, sowie das Ohr mit einer Mittelohrentzündung betroffen. Je nach Art der Bakterien können diese Komplikationen gezielt mit Antibiotika behandelt werden. Ein Hinweis auf eine bakterielle Superinfektion besteht, wenn während des Hauptstadiums (Stadium des Hautausschlags) das Fieber nicht absinkt beziehungsweise das Fieber mit einem dritten Gipfel erneut ansteigt. Komplikationen durch Schwächung der ImmunabwehrEine Masern-Infektion schwächt vorübergehend die Immunabwehr. Neben zusätzlichen Infektionen mit Bakterien können auch weitere Komplikationen auftreten, die insbesondere in Entwicklungsländern eine wichtige Rolle spielen. So kann eine Masern-Erkrankung die Immunabwehr dermaßen schwächen, dass weitere Infektionen begünstigt werden. Liegt bei der Ansteckung mit dem Masernvirus bereits eine andere Erkrankung wie Infektionen mit Parasiten oder Tuberkulose vor, können sich die Beschwerden dieser Erkrankungen verstärken. Weiterlesen: Masern: Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
Mein KindErfahren Sie im Ratgeber Mein Kind mehr über alle wichtigen Themen rund um Ihr Kind. mehr ... Weitere Themen:Am häufigsten gelesen
BilderpaarsucheBilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |