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Masern

Stadium des Hautausschlags (Exanthemstadium)

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Mit einem zweiten steilen Fieberanstieg kündigt sich das Hauptstadium (Stadium des Hautausschlags, Exanthemstadium) der Masern an. Die Symptome des Vorläuferstadiums der Kinderkrankheit verstärken sich. Zusätzlich tritt jetzt ein dunkelroter, großfleckiger, unregelmäßig begrenzter Hautausschlag (Exanthem) auf, der hinter den Ohren beginnt, sich dann über Gesicht und Hals ausbreitet und nach drei Tagen auch den Rumpf und die Arme und Beine außer den Handflächen und Fußsohlen bedeckt. Der Hautausschlag entwickelt sich durch eine virusbedingte Schädigung der Blutgefäße, die dadurch durchlässiger werden.

Wenn der Masernausschlag am vierten Tag die Füße erreicht, sinkt das Fieber in der Regel wieder. Wenn keine Komplikationen auftreten, erholt sich der an Masern Erkrankte, sobald der Hautausschlag abklingt. Die Haut schuppt, während das Exanthem (Hautausschlag) verblasst. Gleichzeitig bilden sich auch die übrigen Masern-Symptome langsam zurück. Die Phase der Erholung dauert rund zwei Wochen.

Gelegentlich treten Sonderformen der Masern auf. Dazu gehören die abgeschwächten sowie die plötzlich einsetzenden Masern:

Abgeschwächte Masern

Die abgeschwächten Masern treten auf, wenn das körpereigene Abwehrsystem die Kinderkrankheit nur unzureichend bekämpfen kann, zum Beispiel weil zu wenige Antikörper gegen das Masernvirus zur Verfügung stehen. Dies ist der Fall bei Säuglingen ab dem siebten Monat, die dann nicht mehr ausreichend durch die mütterlichen Antikörper geschützt werden. In seltenen Fällen treten abgeschwächte Masern auch bei geimpften Kindern auf oder wenn bei einer bereits bestehenden Infektion zu spät oder zu wenig Antikörper als Medikament gegeben werden. Kennzeichnend für die abgeschwächte Form der Masern ist, dass die Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Kinderkrankheit (Inkubationszeit) verlängert ist und dass die Symptome deutlich abgeschwächt sind. Die Erkrankung geht schneller vorüber.

Plötzlich einsetzende Masern

Beginnen Masern ganz plötzlich und verlaufen sehr schwer, bezeichnen Mediziner sie als foudroyante Masern. Diese Form der Kinderkrankheit tritt sehr selten und vor allem bei einer geschwächten Abwehr auf. Die Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) ist verkürzt und die Symptome sind besonders schwer. Typische Anzeichen für foudroyante Masern sind länger anhaltendes Fieber über 40°C (Hyperpyrexie), Krämpfe, Haut- und Schleimhaut-Blutungen sowie ein plötzlich verblassender Hautausschlag infolge eines Kreislaufschocks. In schweren Fällen kann diese Form der Masern tödlich enden.

Weiterlesen: Masern: Diagnose

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