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Marburg-Virus-InfektionStand: 31. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Marburg-Virus-Infektion ist eine schwere Infektionskrankheit. Die fieberhafte Erkrankung löst starke Blutungen (Hämorrhagien) der Organe aus und wird deshalb auch hämorrhagisches Fieber genannt. Eine Infektion mit dem Marburg-Virus (MARV) zählt zu den Tropenkrankheiten, wurde aber zum ersten Mal 1967 in Deutschland und Jugoslawien nachgewiesen. Die damals erkrankten Personen hatten sich bei infizierten Affen aus Afrika angesteckt. In welchen Lebewesen das Virus noch vorkommt, ist bis heute nicht eindeutig nachgewiesen. Das Marburg-Virus kommt gehäuft in Afrika vor und kann – wie bei den ersten bekannten Fällen, bei denen das Virus identifiziert wurde – durch exportierte Affen aus betroffenen Gegenden in andere Länder übertragen werden. Besonders medizinisches Personal, welche mit infizierten Patienten in Kontakt kommt und Ärzte und Helfer in den sogenannten Endemiegebieten (Gebiete in denen die Erkrankung gehäuft vorkommt) können sich mit dem Marburg-Virus anstecken. Das Marburg-Virus gehört zu den Filoviren. Zur gleichen Virusfamilie gehört auch das Ebola-Virus, weshalb diese Viren viele Eigenschaften gemeinsam haben. Dazu gehören beispielsweise die sogenannte Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome), die Symptome und welche Organe das Virus hauptsächlich befällt. Die Ansteckung mit dem Marburg-Virus erfolgt durch direkten, engen Kontakt zu infizierten Tieren und Menschen. Die Marburg-Virus-Infektion beginnt mit allgemeinen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und kann einen schweren Verlauf mit Blutungen in verschiedenen Organen nehmen. Hinzu kommen Wassereinlagerungen (Ödeme) und eine Gelbsucht (Ikterus). Trotz intensiver Forschung lassen sich bislang nur die Symptome einer Marburg-Virus-Infektion behandeln, gegen das Virus selbst gibt es keine wirksamen Medikamente. Erkrankte sollte unbedingt isoliert werden und das klinische Personal muss Schutzkleidung und Atemmasken tragen. Erfolgt eine intensive Behandlung rechtzeitig, überleben bis zu 75 Prozent der Erkrankten. Die Marburg-Virus-Infektion zählt laut Infektionsschutzgesetz (IFSG) zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Weiterlesen: Marburg-Virus-Infektion: Definition Das könnte Sie auch interessieren
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