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Marburg-Virus-Infektion: Definition

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (18. März 2013)

Die Marburg-Virus-Infektion ist eine durch Viren verursachte Erkrankung. Sie zählt zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern. Das sind Krankheiten, bei denen es neben dem Anstieg der Körpertemperatur (Fieber) auch zu Blutungen (Hämorrhagien) der inneren Organe kommen kann. Neben der Marburg-Virus-Infektion gehören zum Beispiel das Lassa-Fieber oder die Ebola-Virus-Infektion zu den hämorrhagischen Fiebererkrankungen.

Die Marburg-Virus-Infektion zählt laut Infektionsschutzgesetz (IFSG) zu den meldepflichtigen Erkrankungen.

Häufigkeit

Die ersten bekannten Fälle der Marburg-Virus-Infektion traten 1967 in Deutschland und Jugoslawien auf. Die bis dahin unbekannten Viren gelangten mit importierten Affen (grüne Meerkatzen) aus Uganda nach Europa.

Wie bei Lassa-Fieber und Ebola erhielt auch die Marburg-Virus-Infektion ihren Namen nach dem Ort des ersten Auftretens, der Stadt Marburg in Deutschland. Im englischen Sprachgebrauch wird die Krankheit auch als Green Monkey oder Velvet Monkey Disease bezeichnet.

Seit den ersten Marburg-Virus-Infektionen 1967 ist es in Europa zu keinen größeren Ausbrüchen gekommen. Damals erkrankten 31 Personen, von denen 7 verstarben. Der letzte Marburg-Virus-Fall in Europa ereignete sich 2008 in den Niederlanden: Eine aus Uganda zurückgekehrte Touristen hatte sich während ihrer Reise infiziert, aber keine weiteren Menschen angesteckt.

In Afrika kam es nach 1967 jedoch zu weiteren Erkrankungswellen: Hier trat die Marburg-Virus-Infektion in Angola, Südafrika, Kenia, dem Kongo und Uganda auf. Im Kongo erkrankten im Jahr 1998 154 Personen, 128 von ihnen starben. Der bisher größte Ausbruch von Marburg-Virus-Infektionen fand im Jahr 2004 in Angola statt: 163 Personen erkrankten, von denen nur 13 überlebten.






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