Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (19. Juni 2013)

Die akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta, Angina tonsillaris) ist eine Infektion der Gaumenmandeln. Erreger der Tonsillitis sind zumeist Bakterien (v.a. A-Streptokokken) oder Viren.

Charakteristische Symptome einer akuten Mandelentzündung sind:

  • Halsschmerzen und
  • Schmerzen beim Schlucken,
  • Lymphknotenschwellungen am Hals,
  • Fieber sowie
  • ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
  • Die Mandeln sind geschwollen, gerötet und teilweise mit weiß-gelben Pünktchen (Stippchen) bedeckt.

Eine Angina tonsillaris kann in jedem Alter auftreten, Kinder und junge Erwachsene sind am häufigsten betroffen. Von der akuten, meist eitrigen Mandelentzündung lässt sich die chronische Mandelentzündung abgrenzen, die oft kaum Beschwerden verursacht.

Wenn Sie denken, dass Sie eine akute Mandelentzündung haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser erkennt nach einigen einfachen Untersuchungen schnell, ob es sich um eine akute oder chronische Mandelentzündung handelt. In Einzelfällen führt er zur Bestimmung des verantwortlichen Erregers sowie bei Verdacht auf eine chronische Tonsillitis einen Rachenabstrich durch. Anschließend legt der Arzt die geeignete Therapie fest.

Hals- und Schluckbeschwerden, Fieber, geschwollene Lymphknoten und ein starkes Krankheitsgefühl können auf eine akute Mandelentzündung hinweisen.

Zur Therapie einer Mandelentzündung eignen sich zunächst schmerz- und fiebersenkende Medikamente mit Wirkstoffen wie Paracetamol oder Ibuprofen. Im Falle einer akuten oder gehäuft auftretenden Mandelentzündung, die durch Bakterien ausgelöst wird, verschreibt der Arzt zur Therapie ein Antibiotikum, in der Regel Penicillin. Als Hausmittel können Wadenwickel helfen, das Fieber zu senken; manche empfinden zudem warme Halswickel und Mundspülungen mit Kamillentee als angenehm.

Eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) erfordert meist eine Mandeloperation, in der ein Chirurg die Mandeln entfernt; Ärzte nennen diesen Eingriff Tonsillektomie. Eine Mandelentfernung kann die Lebensqualität des Betroffenen verbessern. Wird die Ausgangsstelle der Infektion, der sogenannte Infektionsherd, entfernt, kann dies das Risiko für Streptokokken-Folgeerkrankungen anderer Organe wie die Nieren oder das Herz stark senken.

Im Rahmen einer Mandelentzündung sind auch Komplikationen möglich. Handelt es sich um eine akute Mandelentzündung, können sich die Mandeln in seltenen Fällen stark vergrößern. Die Folge kann Atemnot sein. Vorsicht ist besonders bei Kindern geboten, deren Mandeln bereits im gesunden Zustand vergrößert sind (sog. Tonsillenhyperplasie), da dies die Atmung erschweren kann. Treten Komplikationen auf, kann auch bei einer akuten Angina tonsillaris eine Mandeloperation sinnvoll sein.

Bei einer chronischen Mandelentzündung sind Komplikationen durch Krankheitskeime möglich, denn durch die chronische Infektion sind ständig Bakterien vorhanden. Eine Mandelentfernung ist daher oft ratsam.

Mandelentzündung: Video

Einer Mandelentzündung können Sie allerdings nur indirekt vorbeugen. Stärken Sie Ihr Immunsystem durch regelmäßigen Sport und eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Dies minimiert das Risiko, an einer Mandelentzündung zu erkranken.






Anzeige