|
Anzeige
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris) > Verlauf
Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris)Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris)Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris): Verlauf(Stand: 7. April 2009) PrognoseEine akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta) heilt bei entsprechender Therapie nach einer Dauer von etwa ein bis zwei Wochen folgenlos aus, während eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) dauerhaft bestehen bleibt. In der Regel verbessert hier erst die Entfernung der Gaumenmandeln die Symptome, das Allgemeinbefinden und den Gesundheitszustand. KomplikationenBei der akuten Mandelentzündung können sich die Mandeln in seltenen Fällen stark vergrößern. Die Folge kann Atemnot sein. Vorsicht ist besonders bei Kindern geboten, deren Mandeln bereits im gesunden Zustand vergrößert sind (sog. Tonsillenhyperplasie), da dies die Atmung erschweren kann. Auch durch A-Streptokokken bedingte Folgeerkrankungen können sich im Rahmen einer akuten Mandelentzündung entwickeln. Bei einer chronischen Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) sind ständig Bakterien vorhanden. Daher können die entzündeten Mandeln Ausgangspunkt für Folgeerkrankungen sein. So kann es bei einer durch Streptokokken bedingten Mandelentzündung im Anschluss zu rheumatischem Fieber, Nieren- oder Herzentzündungen, Entzündungen der Gelenke (Gelenkrheumatismus) oder schubweise verlaufenden Hauterkrankungen kommen. Es können dauerhafte Schäden an den betroffenen Organen (z.B. Herzklappenfehler) zurückbleiben. Sowohl infolge einer akuten Mandelentzündung als auch infolge einer chronischen Mandelentzündung können sich Abszesse bilden. Hierbei sammelt sich Eiter im umgebenen Gewebe an. Man spricht dann von einem Peritonsillar-Abszess. Anzeichen hierfür sind starke Schluckschmerzen bis zur Schluckunfähigkeit, eine schmerzhafte, erschwerte Mundöffnung (sog. Kieferklemme) sowie eine ungleichmäßige Vorwölbung des Weichgaumens. Die Mandeln sind so stark geschwollen, dass sie das Gaumenzäpfchen zur Gegenseite verdrängen. Eine Gefahr besteht darin, dass die Keime in die Blutbahn gelangen und sich im ganzen Körper ausbreiten. Dies kann zu schweren Erkrankungen in anderen Organen führen. Daher muss in den meisten Fällen kurzfristig operiert werden, wenn sich ein Abzess bildet. Weiterlesen: Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris): Vorbeugen Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
KrankheitsgebieteVon A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2010 goFeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |