Mallorca-Akne (Acne aestivalis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Oktober 2013)

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Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Man muss nicht zwingend nach Mallorca reisen, um eine sogenannte Mallorca-Akne zu entwickeln.

Die Mallorca-Akne ist eine besondere Form von Sonnenallergie (Lichtdermatose). Sie entsteht bei Menschen mit entsprechender Veranlagung, wenn UV-Strahlung auf die Haut trifft und dort mit bestimmten Inhaltsstoffen von Kosmetikprodukten wie zum Beispiel Sonnenschutzmitteln oder körpereigenen Talgfetten reagiert – wo man sich in der Sonne aufhält, spielt dabei keine Rolle.

Die Mallorca-Akne entwickelt sich nach intensiver Sonneneinstrahlung bei Menschen, die zu Akne, unreiner Haut oder fettiger Haut neigen. Durch das Zusammentreffen von UVA-Strahlung und Fetten, Wachsen und Emulgatoren in Hautpflegeprodukten entsteht an den Haarfollikeln der Haut eine Entzündungsreaktion, bei der sich stecknadelkopfgroße Papeln, Pusteln und Rötungen bilden, wie sie auch bei einer Akne auftreten.

Die für Akne typischen Mitesser (Komedonen) fehlen allerdings bei der Mallorca-Akne. Die Hautveränderungen der Mallorca-Akne sind mit einem starken Juckreiz verbunden.

Trotz ihres Namens und dem akneähnlichen Beschwerdebild gilt die Mallorca-Akne (Acne aestivalis) als eine Sonderform der Sonnenallergie.

Die juckenden Hautveränderungen treten oft im Frühling oder Frühsommer auf, wenn die Haut länger keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt war und nicht mehr an größere Dosen UVA-Strahlung gewöhnt ist. Hauptsächlich kommt es an talgdrüsenreichen, der Sonne ausgesetzten Stellen wie den Streckseiten der Arme, dem Gesicht und dem Dekolleté zu Beschwerden. Seltener zeigt sich die Mallorca-Akne an Bauch und Unterschenkeln.

Besonders häufig betroffen sind Frauen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Auch wer eine winterblasse, wenig vorgebräunte Haut hat, läuft schneller Gefahr, eine Mallorca-Akne zu entwickeln, als Menschen, deren Haut an die Sonneneinstrahlung gewöhnt sind.

Die Mallorca-Akne bildet sich meist von selbst zurück, sobald Betroffene die Sonne meiden.

Wenn Sie auf Sonnenbaden trotz Mallorca-Akne nicht verzichten wollen, greifen Sie auf fettstoff- und emulgatorfreie Sonnencremes zurück.


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