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Malaria

Stand: 25. Oktober 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Malaria ist eine durch eine bestimmte Mücke (die Anophelesmücke) übertragene fieberhafte Erkrankung. Malaria ist von allen Tropenkrankheiten am häufigsten: Weltweit sind etwa 250 Millionen Menschen jährlich von Malaria betroffen, die meisten in Afrika.

Auslöser der Malaria sind bestimmte parasitische Einzeller der Gattung Plasmodium. Die Entwicklung der Malaria-Erreger läuft in zwei Phasen ab: einem geschlechtlichen Zyklus in der Mücke und einem ungeschlechtlichen Zyklus im Menschen. Es sind vier verschiedene Erreger bekannt, die drei verschiedenen Formen von Malaria auslösen können:

  • Malaria tropica (verursacht durch Plasmodium falciparum) gilt als die gefährlichste Form; dennoch überleben auch ohne Behandlung etwa 70 Prozent der Betroffenen.
  • Malaria tertiana (verursacht durch Plasmodium vivax und Plasmodium ovale) macht auch sehr krank, ist aber nur selten tödlich.
  • Malaria quartana (verursacht durch Plasmodium malariae) gilt als die mildeste Form der Malaria.

Zu Beginn ist eine Malaria anhand ihrer Symptome kaum von einer Grippe zu unterscheiden: Die ersten Symptome der Malaria sind oft plötzlich einsetzende Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, Frösteln und Hitzegefühl und vor allem deutliches Fieber. Anders als bei Grippe treten die Fieberanfälle bei Malaria jedoch meist rhythmisch auf – diese wiederholten Fieberschübe sind das kennzeichnende Merkmal der Malaria.

Die Diagnose der Malaria erfolgt anhand der Symptome und einer mikroskopischen Blutuntersuchung, um den Malaria-Erreger im Blut nachzuweisen. Zur Malaria-Behandlung stehen mehrere Medikamente zur Verfügung. Die Widerstandsfähigkeit (Resistenz) mancher Malaria-Erreger gegen diese Malariamittel kann die erfolgreiche Therapie jedoch erschweren.

Eine wirksame Impfung steht derzeit noch nicht gegen Malaria zur Verfügung. Maßnahmen zur Vorbeugung (sog. Malariaprophylaxe) bestehen darin, vor einem Aufenthalt in einem Verbreitungsgebiet der Malaria verschiedene Medikamente in Form von Tabletten einzunehmen (sog. Chemoprophylaxe) und vor Ort Mückenstiche zu vermeiden (sog. Expositionsprophylaxe).

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist der Nachweis der Malaria-Erreger meldepflichtig.

Weiterlesen: Malaria: Definition

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