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Malaria

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Juni 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Malaria ist eine durch eine bestimmte Mücke (die Anophelesmücke) übertragene Erkrankung, die mit hohem Fieber verbunden ist.

Malaria ist eine Tropenkrankheit und zählt mit zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten: Weltweit erkrankten im Jahr 2013 etwa 198 Millionen Menschen daran, die meisten davon in Afrika.

Auslöser der Malaria sind bestimmte parasitische Einzeller der Gattung Plasmodium. Es sind verschiedene Erreger bekannt, die jeweils unterschiedliche Formen von Malaria auslösen können:

  • Der Erreger Plasmodium falciparum verursacht die Malaria tropica, die als die gefährlichste Form gilt; dennoch überleben auch ohne Behandlung etwa 80 Prozent der Betroffenen.
  • Plasmodium vivax und Plasmodium ovale rufen die Malaria tertiana hervor, bei der sich die Betroffenen ebenfalls sehr krank fühlen. Tödlich verläuft diese Malaria-Form nur selten.
  • Plasmodium malariae ist für die Malaria quartana verantwortlich, die seltener auftritt als andere Malaria-Arten.
  • In Südostasien kommt außerdem der Erreger Plasmodium knowlesi vor, welcher die nur dort heimische Malaria knowlesi verursacht.

Man sieht eine Frau mit einem Fieberthermometer. © Jupiterimages/Pixland

Typisch für Malaria: regelmäßig wiederkehrende Fieberschübe.

Zu Beginn unterscheiden sich die Symptome einer Malaria kaum von einer Grippe, denn zu den ersten Anzeichen einer Malaria gehören:

  • plötzlich einsetzende Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Frösteln und Hitzegefühl
  • hohes Fieber
Anders als bei einer Grippe treten die Fieberanfälle bei Malaria jedoch meist rhythmisch auf – diese wiederholten Fieberschübe sind das kennzeichnende Merkmal der Malaria.

Die Diagnose stellt der Arzt anhand der Symptome und einer mikroskopischen Blutuntersuchung, um den Malaria-Erreger im Blut nachzuweisen.

Zur Behandlung stehen mehrere Medikamente zur Verfügung. Einige Malaria-Erreger reagieren jedoch nicht mehr gegen diese Malariamittel – sie sind resistent. Dies kann die Therapie erschweren.

Eine wirksame Impfung gegen Malaria gibt es bislang nicht. Personen, die in eines der Verbreitungsgebiete der Malaria reisen, können aber einige Maßnahmen zur Malariaprophylaxe ergreifen:

  • Chemoprophylaxe: vorbeugende Einnahme bestimmter Tabletten gegen Malaria bereits vor der Reise
  • Expositionsprophylaxe: Mückenstiche vor Ort vermeiden, z.B. durch lange Kleidung und insektenabwehrende Mittel (sog. Repellents)
Laut Infektionsschutzgesetz ist der Nachweis von Malaria-Erregern im Blut meldepflichtig.

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