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Forenexpertin: Bettina Flörchinger
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MalariaUngeschlechtlicher Zyklus im MenschenStand: 30. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der als ungeschlechtlicher Zyklus bezeichnete Teil der Entwicklung der Malaria-Erreger findet im Menschen statt: Nachdem die Parasiten durch einen Mückenstich in die menschliche Blutbahn gelangt sind, dringen sie in die Leberzellen ein und entwickeln sich von der Sichelkeime (Sporozoiten) genannten Entwicklungsstufe zur nächsten Zwischenstufe, den Schizonten. Ab diesem Punkt unterscheidet sich die weitere Entwicklung der vier verschiedenen Erreger der Malaria voneinander. Diese Unterschiede wirken sich auf den Krankheitsverlauf aus und sind somit die Ursachen dafür, dass die Malaria in drei verschiedenen Formen auftritt. Plasmodium falciparumDie schwerste Form von Malaria (Malaria tropica) hat ihre Ursachen in dem Erreger Plasmodium falciparum. Der weitere ungeschlechtliche Zyklus im Menschen dieser Erreger sieht so aus, dass sich alle Schizonten in den Leberzellen des Menschen zu reifen Zellen entwickeln, welche die sogenannten Merozoiten enthalten. Nach der Zerstörung der Leberzelle kommen diese Merozoiten frei und gelangen ins Blut, wo sie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen. Die Oberfläche von befallenen Blutkörperchen zeigt eine charakteristische Veränderung, für deren Entstehung vermutlich Antikörper gegen den Erreger der Malaria verantwortlich sind. Die veränderte Oberflächenbeschaffenheit führt dazu, dass die Blutkörperchen an der Oberfläche feinster Blutgefäße (sog. Kapillaren) haften bleiben und diese verschließen, wodurch das Gebiet, das von diesen Gefäßen abhängig ist, zu wenig Sauerstoff erhält. Eine Komplikation, die auf diesen Veränderungen beruht, ist der Malariabefall des Gehirns, der zu einem Koma führen kann. Plasmodium vivax, P. ovale und P. malariaeDie anderen, milderen Formen von Malaria haben ihre Ursachen in den drei übrigen Erregern, Plasmodium vivax, P. ovale und P. malariae. Deren ungeschlechtlicher Zyklus im Menschen unterscheidet sich von dem der Malaria-tropica-Erreger insofern, als sich nur ein Teil der Schizonten zu reifen Zellen entwickelt, die Merozoiten enthalten, welche anschließend ins Blut gelangen. Die übrigen Schizonten verbleiben Monate bis Jahre in einer Art Ruhephase in der Leber. Durch bisher noch nicht vollständig bekannte Einflüsse, wie zum Beispiel Stress oder andere Infektionen, reifen diese Schizonten später und lösen dann die für alle drei Erreger typischen Rückfälle der Malaria aus. Ab der als Merozoiten bezeichneten Entwicklungsstufe verläuft die weitere Entwicklung aller vier Malaria-Erreger wieder gleich. Ein kleiner Teil der Merozoiten entwickelt sich zu den Vorstufen der Geschlechtszellen. Wenn eine Anophelesmücke den mit Malaria infizierten Menschen sticht, nimmt sie diese Vorstufen der Geschlechtszellen beim Saugakt auf. Anschließend treten die Erreger der Malaria erneut in den geschlechtlichen Entwicklungszyklus ein, der in der Mücke abläuft. Weiterlesen: Malaria: Ursachen – Übertragung Das könnte Sie auch interessieren
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