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Forenexperte: Dr. Tomas Jelinek
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Stand: 30. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Wirkstoff Proguanil kommt inzwischen wieder öfter zur Malaria-Therapie zum Einsatz und wirkt besonders gut gegen die in die Leberzellen eingedrungene Form des Erregers der schweren Malaria tropica (Plasmodium falciparum). Proguanil findet häufig Verwendung als Prophylaxemittel, oft zusammen mit Chloroquin. Nach der Einnahme können vorübergehend Haarausfall und/oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Eine Malaria-Therapie mit Primaquin ist besonders gut gegen die Entwicklungsstadien der Malariaerreger wirksam, die in die roten Blutkörperchen eingedrungen sind – speziell bei Plasmodium vivax. Es ist für die Nachbehandlung der Malaria tertiana geeignet und verhindert so, dass sich die Malaria erneut entwickelt. Nehmen Sie Primaquin nicht länger als zwei Wochen ein; Nebenwirkungen sind selten.
Aus der Pflanze Artemisia annua (Einjähriger Beifuß) ließ sich die Substanz Artemisinin isolieren. Sie gelangt in Südostasien bereits seit langem zur Malaria-Therapie zum Einsatz, aber auch gegen Fieber. Mit Arteminin-Abkömmlingen, wie zum Beispiel Artemether oder Artesunat, gelingt eine wirksame Behandlung der chloroquinresistenten Malaria tropica.
Sowohl zur Malaria-tropica-Therapie als auch zur Prophylaxe der Malaria tropica eignet sich das Kombinationspräparat aus Atovaquon und Proguanil.
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