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Malaria

Mefloquin

Stand: 30. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Medikament Mefloquin ähnelt in seinem Aufbau dem Chinin und hat sich überall zur Malaria-Therapie durchgesetzt, weil es gut wirksam gegen chloroquinresistente Malariaerreger ist. Mefloquin zeigt ähnlich geringe Nebenwirkungen wie das Chloroquin. Benommenheit und Schwindel wirken eher unangenehm, als dass sie gefährlich wären. Hin und wieder können psychotische Nebenwirkungen auftreten. Diese Nebenwirkungen sind allerdings bei der vorbeugenden Einnahme wesentlich seltener als bei der Therapie einer bereits bestehenden Malaria, was auf die geringere Dosis zur Prophylaxe zurückzuführen ist. Mefloquin ist für Schwangere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft und für Kleinkinder nicht geeignet.

Sulfadoxin-Pyrimethamin

Pyrimethamin kommt heute zur Malaria-Therapie vorwiegend zusammen mit dem Sulfonamid Sulfadoxin als Sulfadoxin-Pyrimethamin zum Einsatz, da es allein sehr schnell dazu führt, dass die Malariaerreger eine Widerstandsfähigkeit (Resistenz) entwickeln, und sich somit nicht zur Vorbeugung der Malaria eignet. Da die Erreger auch gegen Sulfadoxin-Pyrimethamin zunehmend widerstandsfähig sind und vor allem bei der Anwendung als vorbeugendes Mittel schwere, teilweise sogar tödlich verlaufende Nebenwirkungen auftraten, ist dieses Präparat in Deutschland nicht mehr im Handel.

Halofantrin

Die Malaria-Therapie mit dem Wirkstoff Halofantrin erfolgt nur über den Mund (oral). Halofantrin ist besonders wirksam gegen den Erreger der schwersten Malariaform, Plasmodium falciparum. Da die Möglichkeit besteht, dass das Malariamittel das Reizleitungssystem des Herzens beeinflusst, dürfen Sie es, wenn bei Ihnen neben der Malaria eine Herzerkrankung besteht, nur eingeschränkt und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Aufgrund dieser zwar seltenen, in Einzelfällen aber lebensgefährlichen Nebenwirkungen ist es ratsam, diesen Wirkstoff trotz seiner guten Wirksamkeit nicht für die notfallbedingte Eigenbehandlung einzusetzen.

Tetrazykline

Wenn sich bei der Malaria-Therapie Probleme mit der Resistenz der Erreger ergeben, kommen gelegentlich Tetrazykline in Kombination mit Chinin zum Einsatz. In dieser Form eignen sie sich grundsätzlich auch zur Malariaprophylaxe. Da ihre Wirkung nur verzögert eintritt, sind sie nicht als alleiniges Mittel gegen Malaria geeignet.

Weiterlesen: Malaria: Therapie – Proguanil

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