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Forenexperte: Dr. Tomas Jelinek
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Stand: 25. Oktober 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Malaria-Therapie besteht bei der Malaria tertiana in der Regel aus Chloroquin in Form von Tabletten und kann ambulant erfolgen. Das Malariamittel Chloroquin hat relativ wenige Nebenwirkungen – eventuell können zum Beispiel Kopfschmerzen oder Übelkeit und Erbrechen auftreten. Allerdings können die Erreger der Malaria tertiana vor allem in Indonesien, Papua-Neuguinea, der Pazifikregion, Brasilien und Peru gegen Chloroquin resistent sein. Wenn Sie sich in einer dieser Regionen eine Malaria tertiana geholt haben, ist zur Behandlung stattdessen ein Kombinationspräparat zu empfehlen: entweder aus Artemether und Lumefantrin (mögliche Nebenwirkungen: z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Bauchschmerzen) oder aus Atovaquon und Proguanil (mögliche Nebenwirkungen: z.B. Bauchschmerzen, Durchfall, Husten, Übelkeit und Erbrechen). Alternativ kann auch der Wirkstoff Mefloquin gegen die Malaria tertiana zum Einsatz kommen. Die Behandlung mit Mefloquin ist allerdings nebenwirkungsreicher: Besonders bei Kindern kommt es oft zu Erbrechen; darüber hinaus können zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, Koordinationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Muskelzittern, Verwirrtheit, Psychosen und Krämpfe auftreten. Für Schwangere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sowie für Kleinkinder ist Mefloquin nicht zur Malaria-Therapie geeignet. Auch für Menschen, die schon Krampfanfälle oder psychische Störungen hatten, ist der Wirkstoff allgemein nicht als Malariamittel zu empfehlen.
Bei der Malaria tertiana ist zu beachten, dass die Therapie mit Chloroquin nicht gegen die Ruhestadien der Erreger wirkt, die sich in der Leber befinden. Diese verbliebenen Parasitenformen können also auch nach erfolgreicher Therapie dazu führen, dass diese Malaria tertiana wieder ausbricht. Daher ist zusätzlich eine Behandlung mit Primaquin empfehlenswert: Nehmen Sie das Medikament immer mit dem Essen und nicht länger als zwei Wochen ein. Nebenwirkungen sind selten – vereinzelt kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Für Schwangere und für Kinder unter einem Jahr ist Primaquin jedoch nicht geeignet.
Gegen die als mildeste Malaria-Form geltende Malaria quartana kommt weitgehend dieselbe ambulante Therapie zum Einsatz wie gegen die Malaria tertiana. Der einzige Unterschied: Bei der Malaria quartana ist keine Nachbehandlung mit Primaquin nötig.
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