Altersbedingte Makuladegeneration (altersabhängige Makuladegeneration, AMD): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Juni 2015)

Die altersbedingte Makuladegeneration (altersabhängige Makuladegeneration, AMD) ist eine Augenerkrankung, die im höheren Alter auftritt und zu einem fortschreitenden Verlust der zentralen Sehschärfe führt. Obwohl die Sehschärfe dabei immer weiter abnimmt, führt die Makuladegeneration auch im Spätstadium normalerweise nicht zu einer völligen Erblindung, denn:

Der für die altersbedingte Makuladegeneration typische Sehverlust betrifft nur die zentrale Stelle der Netzhaut des Auges – die sogenannte Makula ("gelber Fleck"). Die restliche Netzhaut bleibt von der Augenkrankheit unberührt, sodass die Sehleistung in den äußeren Randbereichen des Gesichtsfelds nicht beeinträchtigt ist.

Wer eine altersabhängige Makuladegeneration hat, kann sich daher häufig ohne Schwierigkeiten in seiner Umgebung orientieren. Allerdings ist die Makula für das scharfe Sehen zuständig, während die übrige Netzhaut hauptsächlich Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahrnimmt. Die Degeneration der Makula hat zur Folge, dass das Auge zum Beispiel feine Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen und Farben nicht mehr unterscheiden kann. Menschen mit AMD verlieren demnach in der Regel ihre Lesefähigkeit, sind nicht mehr fahrtüchtig und können ihre Mitmenschen oft nur noch schwer erkennen.

Formen

Die altersbedingte Makuladegeneration tritt in zwei verschiedenen Formen auf:

  1. Die trockene altersbedingte Makuladegeneration ist mit etwa 85 Prozent der Fälle die häufigere der beiden Formen. Hier schreitet die Degeneration der Makula langsam fort, wobei durch Ablagerungen auf der Pigmentschicht der Netzhaut die Zellen langsam absterben und diese Netzhautschicht sich landkartenartig verändert.
  2. Die feuchte altersabhängige Makuladegeneration betrifft etwa 15 Prozent der Fälle. Diese Form verläuft meist schnell und ist durch Gefäßneubildungen der Aderhaut, Abhebungen der Pigmentschicht oder eine Narbenbildung im Bereich der Makula gekennzeichnet.

Häufigkeit

Die altersbedingte Makuladegeneration nimmt mit steigendem Alter an Häufigkeit zu: Im Durchschnitt zeigt bereits jeder Fünfte der zwischen 65- und 74-Jährigen Frühformen der AMD, unter den 75- bis 84-Jährigen ist es jeder Dritte. Etwa einer von 100 Menschen im Alter von 65 bis 74 Jahren hat eine altersabhängige Makuladegeneration im Endstadium; bei Senioren zwischen 75 und 84 Jahren sind es fünf von 100. Insgesamt sind Frauen von der altersbedingten Makuladegeneration etwas häufiger betroffen als Männer.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst