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Magersucht (Anorexie): Verlauf

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (21. Februar 2014)

Magersucht (Anorexie) kann einen sehr variablen Verlauf nehmen, der sich oft über Jahre erstreckt. Frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt verläuft die Essstörung auf kurze Sicht vielfach günstig: Die Erfolgsquoten für eine kurzfristige Gewichtssteigerung liegen zwischen 40 und 90 Prozent. Allerdings hält bei vielen Menschen mit Magersucht die verzerrte Einstellung zu Gewicht und Figur an, auch nachdem sich ihr Gewicht normalisiert hat.

Allgemein stehen die Chancen, Magersucht zu überwinden, besser, wenn der Verlauf der Essstörung früh einsetzt. Beginnt die Anorexie jedoch sehr früh (vor dem elften Lebensjahr), sind die Aussichten auf Heilung deutlich schlechter.

Die Prognose einer Magersucht hängt auch vom Gewicht der Betroffenen ab: Liegt das Körpergewicht nach einer stationären Behandlung der Magersucht bei mindestens 90 Prozent des Body-Mass-Index (BMI), haben die Betroffenen im weiteren Verlauf einen besseren Heilungserfolg als diejenigen, die bei ihrer Entlassung weniger wiegen. Insgesamt haben Menschen, die magersüchtig sind, im Vergleich zur Normalbevölkerung ein deutlich höheres Risiko zu sterben: Langfristig verlaufen bis zu 20 Prozent der Anorexie-Fälle tödlich – meistens durch medizinische Komplikationen oder Selbstmord.






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