Magersucht (Anorexie): Psychologische Einflüsse

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

Für die Magersucht (Anorexie) kommen als Ursachen unter anderem psychologische Einflüsse infrage. Da vor allem Kinder während der schwierigen Entwicklungsphase der Pubertät magersüchtig werden, kann die Essstörung der Ausdruck dafür sein, dass sich die Betroffenen durch die alterstypischen Anforderungen überfordert fühlen. Während der Pubertät entwickelt sich das Mädchen zur Frau und muss eine entsprechende neue Identität finden. Dies kann mit einem tiefen Gefühl der Unsicherheit einhergehen.

Der erste Schritt zur Magersucht ist oft eine Fastenkur von mehr oder weniger normalgewichtigen Mädchen. Für viele junge Frauen scheint der Sieg über den Körper und den Hunger sehr befriedigend zu sein. Dieses Gefühl suchen sie dann – ähnlich wie bei einer Drogenabhängigkeit – immer wieder: Es entwickelt sich eine Art Suchtverhalten, das in einer Anorexie münden kann. Daneben können einer Magersucht als Ursachen auch seelisch stark belastende Ereignisse zugrunde liegen: So kann zum Beispiel ein sexueller Missbrauch Essstörungen auslösen.

Allerdings stecken nicht nur psychologische Einflüsse hinter einer Magersucht. Als weitere Ursachen für Anorexie gelten gesellschaftliche, familiäre und biologische Einflüsse.

Ein deprimiert wirkendes Mädchen sitzt auf dem Boden. © iStock

Magersucht tritt oft bei pubertierenden Kindern auf. Dies spricht dafür, dass Magersucht unter anderem psychologische Ursachen haben kann: Die Essstörung ist dann womöglich ein Ausdruck von Unsicherheit und Überforderung in der schwierigen Zeit der Pubertät.


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