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Magersucht (Anorexie)

Gesellschaftliche Einflüsse

Stand: 21. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

An den für die Entstehung von Magersucht (Anorexie) verantwortlichen Ursachen können auch gesellschaftliche Einflüsse beteiligt sein: In westlichen Gesellschaften hat sich das Schönheitsideal seit Anfang der 1960er Jahre immer weiter in Richtung eines sehr schlanken Körpers entwickelt. Andererseits ist durch relativen Wohlstand und ein Nahrungsüberangebot gleichzeitig das Durchschnittsgewicht angestiegen.

Übergewicht hat vor allem bei Frauen gesellschaftlich eine negative Bewertung zur Folge: Übergewichtige Männer bezeichnet man häufig als stattlich, Frauen hingegen als fett. Durch Werbung und Filme entsteht der Eindruck, dass nur schlanke Frauen erfolgreich und beliebt sind. Dicke Frauen sind entweder graue Mäuse oder Ulknudeln. Gerade junge Frauen, die sich während der Pubertät körperlich verändern und erst ein Gefühl für ihren neuen Körper entwickeln müssen, können durch dieses Schlankheitsideal stark verunsichert sein.

Biologische Einflüsse

Bei den für Magersucht (Anorexie) infrage kommenden Ursachen könnten auch biologische Einflüsse eine Rolle spielen: Viele magersüchtige Frauen weisen vermutlich eine Störung der Hirnregion auf, in der die Steuerung von Essverhalten und sexueller Aktivität und auch des Menstruationszyklus erfolgt. Möglicherweise tritt die Funktionsstörung dieser Hirnregion erst im Laufe der Magersucht, zum Beispiel infolge des Gewichtsverlusts, auf. Das bedeutet: Sie trägt zwar dazu bei, die Essstörung aufrechtzuerhalten, stellt aber nicht ihre eigentliche Ursache dar.

Weiterlesen: Magersucht (Anorexie): Symptome

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