Startseite > Krankheiten > Magenübersäuerung (Hyperazidität) > Diagnose
Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Besteht der Verdacht auf eine Magenübersäuerung, ist eine genaue Diagnose durch den Arzt wichtig, denn: Eine fortwährende Magenübersäuerung (Hyperazidität) kann zu ernsthaften Schäden der Magenschleimhaut führen und/oder Ausdruck einer bestehenden Magenerkrankung sein.
Zunächst sind dafür eine genaue Anamnese, also die Erhebung der Krankengeschichte, und eine körperliche Untersuchung notwendig. Zur weiteren Abklärung bei länger bestehenden Beschwerden ist oft eine Magenspiegelung (Gastroskopie) sinnvoll. Im Rahmen dieser Untersuchung kann der Arzt auch Gewebeteilchen der Magenschleimhaut (Biopsie) entnehmen, die Aufschluss darüber geben, ob der Untersuchte eine Gastritis oder ein Magengeschwür hat. Mit dem durch die Speiseröhre in den Magen eingeführten Endoskop kann der Arzt auch den Anfangsbereich des Zwölffingerdarms beurteilen und feststellen, ob ein Zwölffingerdarmgeschwür vorliegt.
Bei Magenübersäuerung können im Rahmen der Diagnose auch spezielle Tests zum Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori folgen, das an der Entstehung von Magenschleimhautschäden und Geschwüren im oberen Magen-Darm-Trakt beteiligt sein kann. Besteht der Verdacht auf eine Refluxkrankheit, kann als weitere diagnostische Maßnahme eine Langzeit-pH-Metrie (Säuremessung) des Magens durchgeführt werden, welche die Produktion der Magensäure misst.
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