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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

(Stand: 17. März 2009)

Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist eine sehr häufige entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die mit höherem Lebensalter zunehmend auftritt. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Sowohl für die akute als auch für die chronische Magenschleimhautentzündung existieren jeweils verschiedene Ursachen.

Eine akute Magenschleimhautentzündung kann zum Beispiel durch die häufige Einnahme von Schmerzmedikamenten (sog. NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure), durch Rauchen, extremen Alkoholkonsum oder Lebensmittelvergiftungen ausgelöst werden: Hierbei greifen bestimmte Gifte die Zellen des Magens an und schädigen sie. Aber auch Stress, Verletzungen und Schocksituationen können eine Magenschleimhautentzündung bedingen.

Mit Abstand am häufigsten ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori die Ursache einer chronischen Magenschleimhautentzündung (chronische Gastritis Typ B). In wenigen Fällen entsteht die chronische Magenschleimhautentzündung durch einen sogenannten Autoimmunprozess, bei dem sich ein Teil des menschlichen Abwehrsystems gegen körpereigenes Gewebe richtet (chronische Gastritis Typ A). Auch bestimmte Schmerzmittel (NSAR) und vom Zwölffingerdarm in den Magen zurückfließender Gallensaft können eine Magenschleimhautentzündung verursachen (chronische Gastritis Typ C).

Akute Magenschleimhautentzündungen treten plötzlich auf und können zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen führen. Chronische Formen bereiten oft keine Beschwerden. Mögliche ernstzunehmende Komplikationen einer Magenschleimhautentzündung sind schwere Schleimhautschäden wie das Magengeschwür (Ulkus), Magenblutungen und ein Magendurchbruch. Hier ist mitunter umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Um eine Magenschleimhautentzündung sicher diagnostizieren zu können, ist eine Magenspiegelung notwendig. Dabei entnimmt der Arzt Gewebeproben aus der Magenschleimhaut und untersucht sie.

Die Therapie richtet sich nach der Art und Schwere der Magenschleimhautentzündung und reicht von vorübergehendem Nahrungsverzicht über das Weglassen auslösender Faktoren bis hin zur Einnahme von Medikamenten. Die akute Magenschleimhautentzündung heilt in der Regel recht schnell. Generell trägt eine magenfreundliche Lebensweise dazu bei, die Beschwerden einer Magenschleimhautentzündung zu lindern.

Weiterlesen: Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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