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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)Magenschleimhaut- entzündung (Gastritis)Typ B (bakterielle oder Helicobacter pylori-Gastritis)(Stand: 17. März 2009) Die Ursache für eine chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis) vom Typ B ist meistens eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, in seltenen Fällen auch mit anderen Bakterien. Dank eines besonderen Mechanismus kann Helicobacter pylori im sauren Milieu des Magens überleben: Es siedelt sich an der Oberfläche der Magenschleimhaut an und bildet dort mithilfe eines Enzyms namens Urease bestimmte Substanzen, die ein weniger saures (alkalisches) Milieu schaffen. Dies ermöglicht den Bakterien zu überleben. Für den Magen hingegen ist es nachteilig: Das alkalische Milieu stört die Regulierung der Magensäureproduktion und schädigt die Schleimhaut. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass Helicobacter pylori den Magen besiedelt: Fast 60 Prozent der über 60-Jährigen in den westlichen Ländern sind mit dem Erreger infiziert. Allerdings entwickeln nicht alle Menschen, bei denen Helicobacter pylori im Magen gefunden wird, eine Magenschleimhautentzündung. Die Magenschleimhautentzündung vom Typ B betrifft meist den Magenabschnitt vor dem Übergang zum Magenpförtner. Dieser Abschnitt heißt Antrum. Die Gastritis Typ B macht etwa 80 Prozent aller chronischen Magenschleimhautentzündungen aus. Typ C (chemisch-toxische Gastritis)Circa 15 Prozent aller chronischen Magenschleimhautentzündungen entfallen auf den Typ C. Auf die Magenschleimhaut giftig wirkende Substanzen verursachen diese Gastritis vom Typ C. In erster Linie handelt es sich dabei um Gallensaft und Flüssigkeit, die aus dem Zwölffingerdarm (Duodenum) in den Magen zurückfließt (sog. duodenogastraler Reflux). Dieser Rückfluss schädigt vor allem die Schleimhaut im Bereich des Magenpförtners, auch Pylorus genannt. Auch chronischer Alkoholkonsum und bestimmte Schmerzmittel (NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure) können eine chronische Magenschleimhautentzündung vom Typ C auslösen. Weiterlesen: Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Symptome Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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