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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Typ A (Autoimmungastritis)

(Stand: 17. März 2009)

Bei Typ A der chronischen Magenschleimhautentzündung (Gastritis) handelt es sich um eine eher seltene sogenannte Autoimmunerkrankung: Der Mensch bildet bestimmte Eiweiße (Antikörper), die sich wie ein Teil des Abwehrsystems gegen körpereigenes Gewebe richten. Bei der Magenschleimhautentzündung vom Typ A greifen die Antikörper meist die Zellen der Magenschleimhaut an, die die Magensäure produzieren (sog. Belegzellen). Häufig finden sich auch Antikörper gegen einen ebenfalls von den Belegzellen hergestellten Stoff, den sogenannten Intrinsic-Faktor. Er ermöglicht es, dass der Dünndarm Vitamin B12 aufnehmen kann. Fehlt der Intrinsic-Faktor, kann sich ein Vitamin-B12-Mangel entwickeln. Dies führt zu einer bestimmten Form von Blutarmut, der perniziösen Anämie.

Die Magenschleimhautentzündung vom Typ A ist mit 5 Prozent die seltenste der chronischen Magenschleimhautentzündungen. Sie betrifft vorwiegend den Hauptteil des Magens (den sog. Magenkörper oder Korpus).

Über das Hormon Gastrin und Karzinoide

Die Zerstörung der Belegzellen führt dazu, dass der Magen weniger Säure bildet. Dies ist für den Magen das Signal, das Hormon Gastrin auszuschütten. Es regt im gesunden Magen die Säureproduktion der Belegzellen an – sobald die Belegzellen Säure abgegeben haben, vermindert sich die Gastrinmenge. Sind die Belegzellen jedoch zerstört (wie bei der Typ-A-Gastritis), funktioniert dieser Regelmechanismus nicht mehr: Der Magen setzt weiterhin Gastrin frei.

Besteht die chronische Magenschleimhautentzündung vom Typ A über längere Zeit, führt die stetig erhöhte Gastrinkonzentration in manchen Fällen dazu, dass ein sogenanntes Karzinoid entsteht. Hierbei handelt es sich um eine spezielle, in der Regel gut heilbare Form eines bösartigen Tumors des Magen-Darm-Trakts.

Weiterlesen: Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Ursachen – Typ B (bakterielle oder Helicobacter pylori-Gastritis)

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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