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Magenkrebs (Magenkarzinom): Verlauf

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. November 2015)

Der Verlauf von Magenkrebs (Magenkarzinom) hängt wesentlich davon ab, wie früh die Erkrankung erkannt und behandelt wird. Mit zunehmendem Wachstum des Tumors breitet er sich zunächst lokal aus und befällt die benachbarten Lymphknoten. Von dort aus können einzelne Krebszellen über die Lymphgefäße und die Blutbahn in andere Körperregionen vordringen – und dort Tochtergeschwülste bilden, so zum Beispiel in der Leber, in der Lunge oder im Bauchfell.

Bei Magenkrebs bilden sich im Vergleich zu anderen Krebsarten relativ schnell Tochtergeschwülste. Daher ist es besonders wichtig, bei ersten Anzeichen den Arzt aufzusuchen.

Handelt es sich um eine Vorstufe von Magenkrebs (sog. Cacinoma in situ) ist dieses in nahezu allen Fällen heilbar. Auch bei einem Magenkrebs im Frühstadium, dem Frühkarzinom, ist die Lebenserwartung vergleichsweise hoch: Die sogenannte Fünf-Jahres-Überlebensrate (ein Maß für die Prognose von Krebs) liegt nach der Operation bei 90 Prozent. Je weiter der Krebs bei Therapiebeginn fortgeschritten ist, desto geringer sind allerdings auch die Heilungschancen.

Nachsorge

Nach erfolgreicher Magenkrebs-Therapie sollte man regelmäßige Termine zur Nachsorge wahrnehmen, die anfangs etwa alle drei Monate stattfinden. Später kann der Zeitraum zwischen den Terminen ausgedehnt werden.

Mithilfe der Nachsorge kann der Arzt

  • frühzeitig feststellen, ob der Krebs eventuell erneut aufgetreten ist (sog. Rezidiv),
  • mögliche Nachwirkungen der Krebserkrankung ermitteln und / oder behandeln und
  • Ansprechpartner sein, wenn der Patient Probleme hat. Viele Menschen fühlen sich nach einer Krebserkrankung nicht nur körperlich, sondern auch seelisch belastet.
Ein Arzt bespricht etwas mit einem Patienten. © Jupiterimages/Monkey Business

Nach der Therapie sollte man regelmäßige Nachsorge-Termine wahrnehmen.

Rehabilitation

Nach einer erfolgreichen Therapie im Krankenhaus ist eine stationäre Anschlussheilbehandlung in einer spezialisierten Nachsorgeklinik (AHB-Klinik) möglich. Dort erhalten die Betroffenen unter anderem eine Ernährungsberatung und haben die Möglichkeit, körperlich und psychisch wieder zu Kräften zu kommen.

Ernährung bei Magenkrebs

Eine spezielle Ernährung beziehungsweise Ernährungsunterstützung durch Ärzte und andere Fachleute ist bei Magenkrebs nach einer Operation sinnvoll. Die Nahrung gelangt aufgrund der verkürzten Magenpassage zu schnell in den Darm, was Übelkeit, Schluckauf, Blässe und Erbrechen zur Folge haben kann (Dumping-Syndrom).

Bei Magenkrebs ist es wichtig, die Nahrung langsam aufzunehmen. Vorteilhaft sind viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Wichtig ist auch, dass man die Nahrung nicht durch Getränke zusätzlich verdünnt. Hier empfiehlt es sich, besonders zwischen den Mahlzeiten viel zu trinken, um ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ruhe nach dem Essen kann die Verdauung unterstützen.

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Magenkrebs-Patienten haben außerdem häufig Probleme mit der Fettverdauung, was sich in Blähungen und Durchfall äußern kann. Daher sollte die Ernährung zwar kalorienreich, jedoch möglichst fettarm sein. Oft sind Nahrungsergänzungsmittel (sog. Verdauungsenzyme) nötig.

Durch die verkürzte Magenpassage nach einer Operation kann es außerdem zu einem Vitamin-B12- sowie einem Vitamin-D-Mangel kommen. Wichtig ist, dass Betroffene diesen Mangel nur unter ärztlicher Aufsicht und nicht in Selbstmedikation ausgleichen. Vitamin D kann man mit der Nahrung zuführen. Vitamin B12 wird in Abständen von drei Monaten als Spritze verabreicht.

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