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Magenkrebs (Magenkarzinom): Was sind die Ursachen?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. November 2015)

Die genauen Ursachen von Magenkrebs (Magenkarzinom) sind bislang nicht eindeutig geklärt – jedoch kennt man einige Risikofaktoren, welche die Erkrankungswahrscheinlichkeit erhöhen. Hierzu zählen insbesondere

Magenschleimhautentzündung durch Helicobacter pylori

Die meisten Patienten mit Magenkrebs haben beziehungsweise hatten eine Magenschleimhautentzündung, die durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen wurde.

Auch das Risiko, an einem Lymphdrüsen-Tumor des Magens (Magenlymphom) zu erkranken, erhöht sich bei einer Helicobacter-Infektion deutlich.

Jedoch: Auch wenn Helicobacter pylori bei fast jedem Patienten mit Magenkrebs zu finden ist, gilt nicht der Umkehrschluss, dass jeder, der das Bakterium in sich trägt, auch an Magenkrebs erkranken wird.

Helicobacter-pylori-Infektionen sind sehr häufig und nur wenige der infizierten Personen erkranken im Laufe ihres Lebens an Magenkrebs.

Das Bild zeigt das Bakterium Helicobacter pylori unter einem Elektronenmikroskop. © Okapia

Erhöht das Magenkrebs-Risiko: das Bakterium Helicobacter pylori (© Dr.Gary Gaugler/OKAPIA)

Ernährungsgewohnheiten

Ernährungsgewohnheiten spielen bei der Entstehung von Magenkrebs eine große Rolle.

Das Magenkrebs-Risiko kann erhöht werden durch:

  • wenig pflanzliche Bestandteile in der Nahrung, viele tierische Bestandteile in der Nahrung
  • Nitrosamine: Der hohe Nitratgehalt geräucherter und gesalzener Nahrung soll durch bakterielle oder zubereitungsbedingte (z.B. Braten oder Grillen) Umwandlung von Nitraten zu Nitriten und deren Verbindung mit Eiweiß zu krebserregenden Nitrosaminen das Magenkrebs-Risiko steigern. Das Gleiche gilt für gepökelte und gegrillte Nahrung. Da Nitrat in vielen Gemüsearten vorkommt, sollten Sie diese daher immer frisch verzehren, bevor sie in Nitrosamine umgewandelt werden können.
  • Aflatoxine: Über die Nahrung können auch bestimmte Gifte von Schimmelpilzen, die krebserregenden Aflatoxine, in den Körper gelangen.
  • Alkohol: Besonders in konzentrierter Form schädigt Alkohol die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen.
  • zu heiße Speisen
  • Eiweiß- und Vitaminmangel durch einseitige Ernährung

Rauchen stellt ebenfalls einen Risikofaktor für ein Magenkarzinom dar, da sich krebserregende Bestandteile des Tabakrauchs mit dem Speichel lösen und so in den Magen gelangen.

Eine Frau mit einer Zigarette in der Hand, auf dem Tisch daneben ein Glas Rotwein. © Jupiterimages/iStockphoto

Rauchen und Alkohol erhöhen das Risiko für Magenkrebs.

Magenerkrankungen

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Bestimmte Magenerkrankungen und -operationen können das Krebsrisiko erhöhen. Hierzu zählen etwa:

  • chronisch atrophische Autoimmungastritis (Typ A): Diese lang anhaltende Magenentzündung (Gastritis) entsteht durch den fehlgesteuerten Angriff körpereigener Abwehrsysteme, was zu Veränderungen der Magenwand und Mangel an Magensäure führt
  • vorangegangene Magenoperationen, z.B. aufgrund eines Magengeschwürs
  • perniziöse Anämie – eine besondere Form der Blutarmut mit Vitamin-B12-Mangel
  • bestimmte Magengeschwulste (sog. adenomatöse Magenpolypen)
  • bestimmte Form der Magenschleimhautentzündung (Riesenfaltenmagen-Gastritis, Morbus Ménétrier)
  • immer wiederkehrende und schlecht heilende Magengeschwüre (Ulcus ventriculi)
Schaden an der Magenschleimhaut. © Jupiterimages/iStockphoto

Immer wiederkehrende Magengeschwüre erhöhen das Magenkrebs-Risiko.

Nur selten entwickelt sich Magenkrebs auf einer vollkommen gesunden Magenschleimhaut.

Genetische Risikofaktoren

Das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, steigt bei erblicher (genetischer) Belastung. So treten in manchen Familien vermehrt Fälle von Magenkrebs auf. Ist ein Familienmitglied ersten Grades – also Eltern, Kinder oder Geschwister – an Magenkrebs erkrankt, ist auch das eigene Risiko erhöht.

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