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Magenkrebs (Magenkarzinom)

Minimal invasive Chirurgie

Stand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ist der Magenkrebs (Magenkarzinom) bei der Diagnosestellung nur auf die Magenschleimhaut (Mukosa) begrenzt, ist es möglich, den Krankheitsherd bei der Behandlung per Schlüssellochchirurgie (minimal invasive Chirurgie) vollständig zu entfernen.

Hierbei kommen sowohl das Herausschneiden des Tumors aus der Magenwand (Exzision per Bauchspiegelung) als auch die sogenannte photodynamische Therapie infrage. Bei letzterer wird ein Farbstoff in die Vene gespritzt, der über das Blut zu den Tumorzellen im Magen gelangt.

Die Besonderheit dieses Farbstoffs ist die Reaktion mit Licht bestimmter Wellenlänge zu einem Zellgift. Bestrahlt man einen oberflächlichen Magenkrebs mehrere Tage nach Verabreichung des Farbstoffs mit Laserlicht der nötigen Wellenlänge, tötet dies die Tumorzellen ab. Das für diese chemische Reaktion benötigte Licht wird mit einem Endoskop an die richtige Stelle geleitet. Da bei diesen endoskopischen (minimal invasiven) Methoden eine Operation mit Eröffnung der Bauchdecke nicht erforderlich ist, gilt dieser Eingriff als besonders schonend.

Chemotherapie

Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung wie Magenkrebs zum Einsatz kommen, nennt man Zytostatika. Dies sind Zellgifte, die – vereinfacht gesagt – eher Krebszellen angreifen als gesunde Zellen. Weil die häufigste Krebsart des Magens, das Adenokarzinom, nur schlecht auf Chemotherapie anspricht, spielt diese Behandlungsform allerdings nur eine geringe Rolle bei der Therapie von Magenkrebs. Man wendet sie nur innerhalb von Studien bei speziell ausgewählten Patienten an. Wenn Tochtergeschwulste in anderen Organen vorliegen, dient die Chemotherapie mitunter dazu, das Tumorwachstum zu hemmen. Häufige unerwünschte Nebenwirkungen der Chemotherapie sind unter anderem die vorübergehende Schädigung der Darmschleimhaut mit Darmentzündungen und Durchfall sowie Übelkeit und Haarausfall.

Weiterlesen: Magenkrebs (Magenkarzinom): Therapie – Neoadjuvante Chemotherapie

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