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Magenkrebs (Magenkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. November 2015)

Bei Verdacht auf Magenkrebs (Magenkarzinom) sind mehrere Untersuchungen erforderlich. Hierzu zählen insbesondere

Wenn noch keine Magenspiegelung erfolgt ist, können bestimmte Laborwerte den Verdacht auf Magenkrebs erhärten. Wenn der Magenkrebs zu Blutungen führt, lässt sich dieses Blut im Stuhl mit einem Test (Hämoccult-Test) nachweisen – ein eindeutiger Beweis für Magenkrebs ist dies jedoch nicht. Zudem kann eine längere Blutung des Tumors zu einer Eisenmangelanämie führen, was im Blutbild sichtbar ist.

Eine Magenspiegelung sollte immer dann durchgeführt werden, wenn Magenbeschwerden nicht innerhalb weniger Wochen verschwinden. Manchmal kann auch eine Röntgenuntersuchung zusätzlich zur Magenspiegelung die Diagnose sichern.

Magenspiegelung

Mithilfe einer Magenspiegelung (Gastroskopie) kann der Arzt direkt in den Magen hineinsehen und bei Bedarf eine Gewebeprobe nehmen.

Der Arzt schiebt ein flexibles, schlauchförmiges Instrument, das Endoskop, über die Speiseröhre in den Magen vor. Mit dem Endoskop kann er den Magen von innen betrachten und so Veränderungen der Magenschleimhaut feststellen.

An der Spitze des Endoskops befindet sich eine winzige Kamera, die das erzeugte Bild auf einen Monitor überträgt. In einem Endoskop befindet sich außerdem eine kleine Röhre, durch die der Arzt spezielle Instrumente in den Magen bringen kann. Mit diesen Instrumenten kann er eine Probe aus verdächtigen Stellen der Magenwand entnehmen (Biopsie), die dann im Labor unter dem Mikroskop auf Magenkrebs untersucht wird.

Das Bild zeigt eine Grafik, die eine Magenspiegelung darstellt. © Jupiterimages/Hemera

Die Magenspiegelung ist die beste Methode, um Magenkrebs zu diagnostizieren.

Die Magenspiegelung ist am besten geeignet, um ein Magenkarzinom in einem frühen und – und damit möglicherweise noch heilbaren – Stadium sicher zu diagnostizieren.

In der Regel kann man eine Magenspiegelung ambulant durchführen. Sie dauert nur wenige Minuten. Das Gefühl beim Schlucken des Schlauchs empfinden Betroffene häufig als unangenehm. Auf Wunsch können Sie sich daher vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel verabreichen lassen. Die eigentliche Spiegelung nehmen Sie dann nicht bewusst wahr.

Weitere Untersuchungen

Handelt es sich tatsächlich um Magenkrebs, schließen sich weitere Untersuchungen an. Der Arzt muss unter anderem herausfinden, ob sich Tochtergeschwülste in anderen Körperbereichen gebildet haben und wie groß der Tumor bereits ist.

Laborwerte

Anhand der Blutwerte des Patienten kann der Arzt unter anderem erkennen, wie gut einzelne Organe funktionieren und in welchem körperlichen Zustand sich der Patient befindet.

Bei Magenkrebs bestimmt man die Tumormarker CA 72-4, CA 19-9 und CEA im Blut. Tumormarker sind Substanzen, die bei bestimmten Tumorerkrankungen im Blut vermehrt vorkommen können. Wenn sich eine erhöhte Konzentration nachweisen lässt, können diese Marker im Verlauf der Therapiekontrolle dienen. Als Suchtest für einen ersten Hinweis auf Magenkrebs sind die Tumormarker allerdings weniger geeignet.

Röntgen, Ultraschall und Computertomographie

Nach der Diagnose Magenkrebs kommen weitere Untersuchungen zum Einsatz:

  • Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) dienen der Suche nach Tochtergeschwulsten (Metastasen) in der Lunge.
  • Ultraschall: Mithilfe der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann der Arzt Organe wie Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse und Nieren schmerz- und risikolos untersuchen. Im Rahmen dieser Untersuchung lassen sich zudem Tochtergeschwülste des Tumors (Metastasen) in diesen Organen sowie größere Metastasen in den Lymphknoten erkennen. Die Methode kommt ohne Röntgenstrahlung aus. Sie ist deshalb nahezu nebenwirkungsfrei und der Arzt kann sie häufiger wiederholen, zum Beispiel, um den Verlauf der Magenkrebserkrankung zu kontrollieren.
  • Computertomographie (CT): Um zu bestimmen, wie weit sich der Magenkrebs ausgedehnt hat und um mögliche Metastasen zu suchen, werden aus den Bildern einer sich um den Körper drehenden Röntgenröhre (Computertomograph) Schnittbilder errechnet. Die erzeugten Bilder zeigen Querschnitte vom Körper. So ist es möglich, die Größe des Tumors, seine räumliche Beziehung zu anderen Körperstrukturen, Metastasen und vergrößerte Lymphknoten bildlich darzustellen und zu vermessen. Das CT kann eine Ergänzung zu anderen Untersuchungsmethoden darstellen. In Einzelfällen kann, wenn das CT keinen eindeutigen Befund ergeben hat, auch eine Magnetresonanztomographie zum Einsatz kommen.

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung von innen (Endosonographie) kann der Arzt insbesondere die Ausdehnung des Magenkrebses in der Magenwand gut beurteilen. Auch der mögliche Befall von Lymphknoten lässt sich mithilfe dieser Methode nachweisen.

Bauchspiegelung

In bestimmten Fällen von fortgeschrittenem Magenkrebs kann es nötig sein, den Tumor und dessen Ausbreitung direkt in Augenschein zu nehmen. Dazu erfolgt eine Bauchspiegelung, auch Laparoskopie genannt. Dabei setzt der Arzt zunächst kleine Schnitte in die Bauchdecke und führt eine Kamera ein, um den Bauch von innen zu betrachten. Eine Bauchspiegelung wird in der Regel im Krankenhaus durchgeführt.

Magnetresonanztomographie

Weisen die vorangegangenen Untersuchungen darauf hin, dass der Krebs in die Leber gestreut haben könnte, kann eine Magnetresonanztomographie der Leber hilfreich sein. Mithilfe eines Magnetfelds kann der betroffene Körperbereich Schicht für Schicht betrachtet werden.

Skelettszintigraphie

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Die Skelettszintigraphie kann dem Arzt bei der Suche nach Tochtergeschwülsten im Knochen (Knochenmetastasen) helfen. Bei dieser Methode erhält der Untersuchte ein schwach radioaktives Präparat in die Vene. Von dort aus verteilt es sich im Körper und gelangt somit auch in die Knochen. An Stellen mit gesteigerter Knochen-Neubildung, etwa durch Reparaturprozesse an Knochenmetastasen, reichert sich die verabreichte Substanz an. Da das Präparat leicht radioaktiv ist, kann man mithilfe einer Gammakamera messen, wie es sich im Körper verteilt. Die Skelettszintigraphie sollte nur zum Einsatz kommen, wenn es Hinweise darauf gibt, dass die Kochen von Krebszellen befallen sein könnten.

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