Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Magengeschwür (Ulcus ventriculi) > Diagnose

Magengeschwür (Ulcus ventriculi)

Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Diagnose

Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um bei einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi) die Diagnose zu stellen, fragt der Arzt den Patienten bei der Untersuchung in der Regel zuerst nach seinen Beschwerden und erhält damit bereits Hinweise auf die Erkrankung. Zur weiteren Diagnose eines Ulcus ventriculi tastet der Arzt den Oberbauch ab, was für Patienten mit einem Magengeschwür meist schmerzhaft ist. Eine Blutuntersuchung und gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) können die Diagnose erhärten. Letztlich kann aber nur eine Magenspiegelung (Gastroskopie) die Magengeschwür-Diagnose sichern.

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Die entscheidende Untersuchung beim Magengeschwür ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Mit ihr erlangt der Arzt einen direkten Blick auf die Schleimhaut des Magens und kann sie so eingehend untersuchen und einen möglichen Ulcus ventriculi direkt entdecken. Während der Untersuchung kann er außerdem gleich mehrere Gewebeproben (Biopsien) für die feingewebliche Untersuchung entnehmen. Eine Magenspiegelung ermöglicht so, zwischen einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis), einem Magengeschwür und Magenkrebs (Magenkarzinom) zu unterscheiden. Außerdem stellt der Arzt anhand gewonnener Gewebeproben (Biopsie) fest, ob der Magen mit dem Bakterium Helicobacter pylori besiedelt ist.

Für eine Magenspiegelung beim Verdacht auf einen Ulcus ventriculi muss der Untersuchte nüchtern sein. Um den Würgereiz beim Einführen des Endoskops über den Mund zu unterdrücken, besprüht der Arzt die Rachenschleimhaut mit einem örtlichen Betäubungsmittel (z.B. mit einem Lidocain-Spray). Ein Endoskop ist ein biegsames, schlauchartiges Instrument mit integrierter Kamera. In der Regel erhält der untersuchte Patient auch ein Beruhigungsmittel wie Diazepam oder Midazolam. Der Untersuchte befindet sich dadurch in einem schlafähnlichen Zustand. Die Magenspiegelung sollte spätestens nach zwölf Wochen wiederholt werden, wenn ein Magengeschwür entdeckt wurde.

Wenn ein Ulcus ventriculi unter der gewählten Behandlung nicht vollständig abgeheilt ist, muss der Arzt weitere Gewebeproben entnehmen, um sicher abzuklären, ob nicht doch Magenkrebs vorliegt.

Bei Personen, die eine Magenspiegelung ablehnen oder bei denen ein erhöhtes Risiko mit der Untersuchung verbunden ist, kann eine Röntgenaufnahme des Magens mit Kontrastmittel erfolgen. Diese Untersuchung ist allerdings nicht so aussagekräftig wie die Magenspiegelung, da die Magenschleimhaut nicht direkt begutachtet werden kann.

Weiterlesen: Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Therapie

Das könnte Sie auch interessieren

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Magen-Darm-Erkrankungen von A-Z. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.