Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis, Magen-Darm-Infekt)) > Diagnose
Stand: 30. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis, Magen-Darm-Infekt) erfolgt die Diagnose meist anhand der typischen Beschwerden. Es ist wichtig, festzustellen, wie viel Flüssigkeit der Erkrankte durch den Brechdurchfall verliert, ob Komplikationen vorliegen und welche anderen Diagnosen eventuell noch in Betracht kommen, etwa Nahrungsunverträglichkeiten wie eine Laktoseintoleranz.
In aller Regel reicht es aus, wenn der Arzt die Krankengeschichte (Anamnese) erfragt und den Betroffenen körperlich untersucht. Der Betroffene sollte angeben,
Auch die Art und Menge der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme in den zurückliegenden Stunden spielt eine Rolle. Denn diese Informationen helfen dem Arzt dabei, den derzeitigen Zustand des Flüssigkeits- und Energiehaushalts des Patienten einzuschätzen. Auch ein zurückliegender Auslandsaufenthalt, eingenommene Medikamente (z.B. Antibiotika), andere Krankheiten (etwa Darmerkrankungen oder Erkrankungen des Stoffwechsels) sind ebenfalls von Interesse.
Nur in bestimmten Situationen erfordert eine Magen-Darm-Grippe weiterführende Untersuchungen, um die Diagnose zu sichern. So zum Beispiel, wenn
Um die Erreger einer Magen-Darm-Grippe zu ermitteln, wird eine Stuhlprobe in einem Labor untersucht. Gegebenenfalls kann zusätzlich auch eine Blut- und Urinuntersuchung erfolgen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es bei einer Gastroenteritis in seltenen Fällen dazu kommen, dass sich ein Teil des Darms nach innen stülpt (Invagination) – dies kann der Arzt mittels einer Sonographie nachweisen. In Einzelfällen erfordert die Magen-Darm-Grippe eine Endoskopie, um die Auslöser der Erkrankung ausfindig zu machen.
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