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Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Mithilfe einer Stuhluntersuchung lässt sich prüfen, in welcher Verfassung der Verdauungstrakt ist. Daher können Stuhluntersuchungen zur Diagnose vieler verschiedener Erkrankungen beitragen.
Eine Stuhluntersuchung erfolgt zum Beispiel bei Durchfall (z.B. zum Nachweis eines Befalls mit Bakterien, Viren oder Parasiten) oder als Vorsorgeuntersuchung (z.B. zur Früherkennung von Darmkrebs).
Der Stuhl ist das Endprodukt der Verdauung und besteht aus unverdauten Nahrungsbestandteilen, Verdauungssäften, Darmschleimhautzellen und etwa zu einem Drittel aus Bakterien. Bei der Stuhluntersuchung beurteilt der Arzt den Kot unter anderem auf seine Beschaffenheit (Konsistenz), seine Farbe und das Gewicht. Er kann die Probe gezielt auf Bakterien wie Salmonellen, Shigellen, Yersinien, Campylobacter und andere untersuchen. Mehrmalige Stuhlentnahmen, meist an drei verschiedenen Tagen, erhöhen die Nachweisquote der Krankheitserreger.
Um die Stuhlprobe für die Stuhluntersuchung abgeben zu können, muss man sie erst einmal entnehmen. Dazu setzt man am besten den Stuhl in ein sauberes Gefäß ab und nimmt mit einem Löffelchen eine kleine Probe davon ab. Sind im beziehungsweise auf dem Stuhl Bestandteile wie Schleim, Eiter oder Blut sichtbar, sollten diese in der Stuhlprobe enthalten sein. Sind keine Auffälligkeiten zu erkennen, nimmt man Material von der Stuhloberfläche. Bei flüssigen Stühlen füllt man drei bis fünf Milliliter als Probe ab. Wenn es nicht möglich ist, auf diesem Weg eine Probe zu gewinnen, erfolgt ein sogenannter Rektalabstrich. Hierbei führt der Arzt einen Stieltupfer bis hinter den Analschließmuskel ein und entnimmt auf diese Weise eine Probe.
| Stuhluntersuchung | Normalwerte |
|---|---|
| Konsistenz | geformt, weich |
| Farbe | mittelbraun |
| Gewicht | unter 300 g/Tag; meist zwischen 100-200 g/Tag |
| Fett | unter 7 g/Tag |
| Stärke | nur in geringen Mengen nachweisbar |
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