Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Magenspiegelung

Magenspiegelung (Gastroskopie)

Stand: 12. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die Magenspiegelung (Gastroskopie) ist eine schmerzfreie Untersuchung, bei der Ärzte über ein sogenanntes Gastroskop die Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und dem sich anschließenden Zwölffingerdarm betrachten können.

Das zur Magenspiegelung durch den Mund über die Speiseröhre in den Magen eingeführte Gastroskop (ein spezielles Endoskop) ist ein biegsames, schlauchartiges Instrument. Es strahlt Licht aus und ermöglicht zugleich über eine eingebaute Optik, die beleuchtete Magenwand zu betrachten. Dies geschieht meistens durch elektronische Übertragung des Bilds auf einen Monitor, sodass mehrere Personen gleichzeitig die Gastroskopie verfolgen können (sog. Video-Endoskopie).

Bei einer Magenspiegelung kann der Arzt nicht nur die Speiseröhre, das Mageninnere und den Zwölffingerdarm betrachten – auch die Entnahme von Gewebe (Magenbiopsie) sowie verschiedene Behandlungen sind mit dem Gastroskop möglich (z.B. Stillung von Magenblutungen per Laser, Entfernung von Polypen). Nicht selten lautet die Diagnose nach der Magenspiegelung: Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür; auch ein Reizmagen oder eine durch hochsteigenden Magensaft (Reflux) verursachte Schädigung der Schleimhaut der unteren Speiseröhre (sog. Refluxösophagitis) sind typische Befunde einer Gastroskopie.

Eine Biopsie der Magenwand ist besonders hilfreich, um zu beurteilen, ob und welche Krankheit hinter Magen- oder Oberbauchbeschwerden steckt. So kann der Arzt nach der Magenspiegelung die Proben einschicken und von einem Pathologen unter dem Mikroskop untersuchen lassen, ob eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) vorliegt oder ob sich eventuell ein gutartiger Magentumor hinter den Symptomen verbirgt. Ebenso kann der Pathologe durch feingewebliche Untersuchungen feststellen, ob vielleicht Magenkrebs, also ein bösartiger Tumor, Ursache der Beschwerden und der sichtbaren Veränderungen der Magenwand ist.

Da die Magenspiegelung zwar etwas unangenehm sein kann, aber schmerzfrei ist, reicht eine örtliche Betäubung des Rachens oder eine Beruhigungsspritze aus. Eine Narkose unter Aufsicht eines Anästhesisten ist bei der Gastroskopie nicht nötig. Die Untersuchung erfolgt entweder im Krankenhaus oder ambulant, zum Beispiel in einer Praxis für allgemeine innere Medizin oder bei einem Spezialisten für Magen-Darm-Heilkunde (Gastroenterologie, Bezeichnung des Arztes: Gastroenterologe).

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Magenspiegelung

Das könnte Sie auch interessieren

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr über Magen-Darm-Erkrankungen und welche Untersuchungsmöglichkeiten es gibt. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.