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Stand: 15. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Magenschleimhaut schützt den Magen (fachsprachlich Ventriculus oder auch Gaster) vor einer Selbstverdauung durch den sauren Magensaft, indem oberflächliche Schleimhautzellen (Mukosazellen) eine Schleimschicht produzieren (bis zu 0,5 Millimeter dick), die den Magen komplett auskleidet. Diese Zellen sondern außerdem Bikarbonat (Hydogenkarbonat) ab, das ebenfalls dem Schutz des Magens dient. Denn das Bikarbonat sammelt sich in der Schleimschicht und schwächt die starke Säure des Magensafts deutlich ab.
Der Magensaft ist eine wässrige Flüssigkeit, die vor allem
Die Magensaftbildung wird durch Signale des Nervensystems, durch körpereigene Botenstoffe (Hormone, z.B. Gastrin) sowie durch lokale Einflüsse wie bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Kaffee) gesteuert. Die Magensaftproduktion ist auch an den Füllungszustand des Magens gekoppelt. Wenn Nahrung in den Magen gelangt, werden größere Mengen Magensaft in den Magen abgegeben. Jeden Tag produziert die Magenschleimhaut zwei bis drei Liter Magensaft.
Die Bestandteile des Magensafts werden von den Magendrüsen produziert, die in kleinen Grübchen der Magenschleimhaut liegen. Die Magendrüsen haben eine längliche Form und setzen sich aus verschiedenen Zelltypen zusammen: Nebenzellen, Hauptzellen und Belegzellen.
Neben den Mukosazellen sondern auch die Nebenzellen schützenden Schleim ab.
In den Hauptzellen entstehen sogenannte Pepsinogene. Pepsinogene sind eine inaktive Vorstufe des eiweißspaltenden Enzyms Pepsin, das für die Verdauung von Eiweißen benötigt wird. Erst der Kontakt mit der Magensäure aktiviert die Pepsinogene und wandelt sie in ihre aktive Form, das Pepsin, um. Auf diese Weise wird eine Zerstörung der Magendrüsen durch das Verdauungsenzym verhindert.
Die Belegzellen (Parietalzellen) bilden die Magensäure (Salzsäure) sowie ein spezielles Eiweiß, den sogenannten Intrinsic-Faktor. Der Intrinsic-Faktor bindet sich im Magen an Vitamin B12 und schützt es so vor einer Verdauung im oberen Dünndarm. Auf diese Weise gelangt es unbeschadet in den unteren Dünndarm, wo es die Dünndarmwand durchtritt und zur weiteren Verwertung mit dem Blut abtransportiert wird.
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