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Händewaschen

Stand: 14. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Regelmäßiges Händewaschen kann das Risiko für Infektionskrankheiten wie Erkältung, Grippe oder Durchfall verringern, da sind sich die Experten einig. Die meisten waschen sich die Hände jedoch viel zu selten, ohne Seife – oder einfach zu kurz.

Ein Mann wäscht sich die Hände.
Händewaschen schützt – aber nur, wenn man Seife benutzt und nicht zu kurz wäscht.

Mit den Händen fassen wir tagtäglich tausende von Dingen an. Ob wir Oberflächen wie Türklinken, Tastatur, Computermaus, Telefon, Klodeckel, Münzen oder das eigene Gesicht berühren, anderen die Hände schütteln, in die Hände niesen oder husten – die wenigsten denken darüber nach, welche Keime man dabei aufnimmt oder weitergibt.

So berührt ein Mensch statistisch gesehen zum Beispiel etwa sechsmal pro Stunde allein seine Nase – vom restlichen Gesicht ganz zu schweigen. Wobei die Hände für sich genommen bereits ein wahrer Hort an Mikroorganismen sind: Auf nur einem Quadratzentimeter Haut tummeln sich rund 10 Millionen Bakterien, von denen die meisten zum Glück jedoch harmlos sind.

Viele Erkrankungen verbreiten sich dadurch, dass Hände zu selten mit Wasser und Seife gewaschen werden. Ein häufiger Fehler ist einfach zu kurzes Händewaschen: Nicht wenige seifen die Hände höchstens 5 Sekunden ein und spülen sie danach mit Wasser ab. Das reicht jedoch nicht aus, um Keime von den Händen zu bekommen. Erst rund 30 Sekunden Händewaschen führen laut einer Studie der Universität Regensburg zu einer Verringerung der Keimzahl. Wer Infektionskrankheiten durch Händewaschen vorbeugen will, muss also länger waschen.

So sollte Händewaschen idealerweise ablaufen:

  1. Befeuchten Sie Ihre Hände mit warmem oder kaltem Wasser und seifen Sie die Hände ein.
  2. Verreiben Sie die Seife (am besten Flüssigseife) gründlich zwischen den Händen. Vergessen Sie dabei nicht die Finger und die Fingerzwischenräume. Seifen Sie sich möglichst auch unter Ihren Fingernägeln ein.
  3. Nehmen Sie sich für das Verreiben der Seife mindestens 20 Sekunden, besser noch 30 Sekunden Zeit. Kleiner Tipp: Summen Sie im Geiste einfach zweimal bzw. dreimal "Happy Birthday" vor sich hin. Alternativ können Sie natürlich auch die Sekunden einfach zählen.
  4. Spülen Sie die Hände mit Wasser ab und trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch, Papiertuch oder unter dem Luftstrom eines Handtrockners.

Stückseifen sind häufig mit Keimen belastet – aus hygienischer Sicht sind Flüssigseifen daher vorzuziehen.

Wann ist Händewaschen zu empfehlen?

  • Essenszubereitung: bevor und während Sie Essen zubereiten, aber auch danach
  • vor den Mahlzeiten
  • Krankenpflege: Waschen Sie sich die Hände, ehe Sie sich um die kranke Person kümmern sowie danach.
  • Wundversorgung: davor und danach
  • nach dem Toilettengang
  • nach dem Toilettengang Ihres Kindes, wenn Sie es saubergemacht haben
  • nach dem Windelwechseln
  • nach dem Naseputzen
  • nach dem Husten oder Niesen, wenn Sie sich dabei die Hand vor den Mund gehalten haben
  • nachdem Sie ein Tier angefasst haben
  • nachdem Sie Müll angefasst haben

Insbesondere, wenn Sie selbst an Erkältung, Grippe oder anderen Infektionskrankheiten leiden, sollten Sie aus Rücksicht auf Ihre Mitmenschen vermehrt ans Händewaschen denken.

Tipp: Husten oder niesen Sie am besten in Ihre Ellenbeuge anstatt sich die Hand vor den Mund zu halten. Versuchen Sie außerdem, sich nicht allzu oft ins Gesicht zu fassen. So verringern Sie das Risiko, andere über Ihre Hände anzustecken, noch mehr.

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