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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Blähungen, Verstopfung & Co.
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Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für eine Verstopfung (Obstipation) kommen als Ursachen auch die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente infrage: Neben der gewünschten Wirkung zeigen viele Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen, zu denen häufig auch die Verstopfung zählt. So können Schmerzmittel (Analgetika), wie beispielsweise Opiate, ebenso der Grund für eine Verstopfung sein wie einige Antidepressiva. Auch sogenannte Anticholinergika, mit denen man beispielsweise übermäßigen Harndrang oder ungewollten Harnverlust behandelt, können die Verdauung im Dickdarm bremsen. Die zur Behandlung von Psychosen eingesetzten Neuroleptika führen ebenfalls manchmal zu Verstopfung, genauso wie Antiepileptika und Antihypertensiva. Letztere kommen zur Behandlung von Bluthochdruck zum Einsatz. Weitere verstopfend wirkende Medikamente sind Spasmolytika zur Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie harntreibende Mittel ( Diuretika). Auch Eisen, Lithium und Vinca-Alkaloide können eine Verstopfung verursachen.
Eine Verstopfung (Obstipation) kann ihre Ursachen auch in einem Missbrauch von Abführmitteln (Laxanzien) haben: Menschen, die eine chronische Verstopfung haben, nehmen häufig Abführmittel ein. Solange sie sich an die ärztlich vorgeschriebene Dosierung und Dauer der Anwendung halten, ist das in der Regel problemlos. Wenn sie die Abführmittel allerdings dauerhaft zu hoch dosieren, kann der Kaliumspiegel im Körper sinken. Dies führt wiederum zu einer vermehrten Verstopfung. Ein Teufelskreis setzt sich in Gang: Um der Verstopfung entgegenzuwirken, ist jetzt eine größere Abführmitteldosis erforderlich. Diese führt dazu, dass der Kaliumspiegel weiter sinkt. Eine erneute Verstopfung ist die Folge.
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