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Verstopfung (Obstipation)

Darmerkrankungen

Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Manchmal liegen einer Verstopfung (Obstipation) andere Darmerkrankungen als Ursachen zugrunde. So ist die Verstopfung ein häufiges Symptom für das Reizdarmsyndrom. Auch entzündliche Darmerkrankungen wie entzündete Darmdivertikel (Divertikulitis) oder Morbus Crohn können eine Verstopfung auslösen. In seltenen Fällen weist eine Verstopfung auf gutartige Darmtumoren (Darmpolypen), Darmverwachsungen (Briden) oder Darmkrebs hin. Der Extremfall einer Verstopfung ist der Darmverschluss (Ileus): Hier ist der Transport des Stuhls vollständig blockiert. Darüber hinaus können Analerkrankungen wie Fissuren, Abszesse und schmerzhafte Hämorrhoiden die regelmäßige Stuhlentleerung der Betroffenen erschweren.

Nervenerkrankungen und Muskelerkrankungen

Eine Verstopfung (Obstipation) kann auch ein Symptom für eine Erkrankung sein, die auf den ersten Blick nichts mit dem Dickdarm zu tun hat. So sind Nervenerkrankungen wie Parkinson oder multiple Sklerose nicht selten Ursachen für eine mangelnde Verdauung. Auch Muskelerkrankungen wie beispielsweise Muskeldystrophie oder Myasthenia gravis können mit Verstopfung einhergehen.

Hormonhaushalt

Für eine Verstopfung (Obstipation) kommen als Ursachen auch Störungen im Hormonsystem des Körpers infrage: Wenn beispielsweise der Hormonhaushalt infolge von Diabetes mellitus oder einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) gestört ist, kann das die Dickdarmaktivität beeinflussen und eine Verstopfung auslösen. Auch wer schwanger ist, ist häufiger von Verstopfung betroffen: In der Schwangerschaft entstehen aufgrund des veränderten Hormonhaushalts häufig Verdauungsprobleme beziehungsweise Verstopfung – entscheidend sind hier die Hormone Progesteron und Gestagen.

Weiterlesen: Verstopfung : Ursachen – Nebenwirkungen bestimmter Medikamente

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