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Stand: 6. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Verstopfung (Obstipation) ist die Therapie davon abhängig, wodurch die Verdauungsprobleme entstanden sind und wie sie sich äußern. Ist eine andere Erkrankung für Ihre Verstopfung verantwortlich, ist es wichtig, dass Sie diese Grunderkrankung behandeln lassen. Wenn bestimmte Medikamente die Verstopfung ausgelöst haben, besteht die Behandlung darin, diese – falls möglich – niedriger zu dosieren oder vollständig abzusetzen.
Wenn Ihr Kind ständig Verdauungsbeschwerden oder zu seltenen Stuhlgang hat, besprechen Sie dies lieber mit einem Kinderarzt. Zur Therapie der Verstopfung bei Kindern auf eigene Faust irgendwelche Medikamente oder Hausmittel einzusetzen, ist nicht empfehlenswert.
Bevor Sie bei Verstopfung (Obstipation) eine ärztliche Therapie beginnen, gibt es einiges, was Sie selbst tun können. Gegen Verstopfung hilft häufig schon eine Ernährungsumstellung: Durch ballaststoffreiche Kost quillt der Stuhl auf und erhöht sich gleichzeitig der Wasseranteil im Stuhl. Der gequollene Stuhl drückt gegen die träge Dickdarmwand und regt sie an, sich stärker zu bewegen. Außerdem sorgt der erhöhte Wasseranteil für einen weicheren Stuhl. Es lohnt sich also, die eigene Ernährung bei Verstopfung auf ballaststoff- und faserreiche Kost wie Vollkornbrot, Datteln, Pflaumen, Feigen sowie andere Früchte- und Gemüsesorten umzustellen.
Viel Bewegung und viel Flüssigkeit können ebenfalls ein wirksames Mittel gegen Verstopfung sein. Wichtig ist auch, den Gang zur Toilette nicht aus Scham oder Zeitmangel zu verschieben. Darüber hinaus schränken Sie am besten den Genuss verstopfend wirkender Nahrungsmittel – wie beispielsweise Weißbrot, Schokolade, Kakao, schwarzer Tee oder Rotwein – ein, um die Obstipation zu behandeln.
Ähnliches kann gegen eine Verstopfung bei Kindern helfen: Was Sie tun können, wenn Ihr Kleinkind nach der Umstellung auf Breinahrung eine Verstopfung hat, ist: Machen Sie die Breie mit Wasser flüssiger und geben Sie ihm zusätzlich viel zu trinken; ersetzen Sie außerdem eher stopfende Lebensmittel (z.B. Bananen oder geriebene Äpfel) durch Pfirsiche oder Birnen. Auch der Einsatz von Milchzucker kann eine Hilfe bei Verstopfung sein ” beraten Sie sich aber vorher lieber mit Ihrem Arzt. Je nachdem, wie alt Ihr Kind ist, kann es auch mehr Vollkornprodukte bekommen. Manchen Kindern mit Obstipation helfen auch Bauchmassagen oder Bewegungsübungen. Wenn die Beschwerden sehr ausgeprägt sind, ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam.
Bei einer Verstopfung (Obstipation) können zur Ballaststoff-Therapie auch Füllmittel und Quellmittel wie Leinsamen und Flohsamen hilfreich sein: Diese Mittel wirken einer Verstopfung entgegen, indem sie Wasser binden und dann aufquellen. Wichtig ist es, zu jeder Dosis mindestens ein Glas Wasser zu trinken. Ansonsten verkleben die Samen und der dickdarmstimulierende Quelleffekt ist dahin.
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