Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Refluxkrankheit (GERD)
Stand: 25. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist der krankhaft gesteigerte Rückfluss (Reflux) von Verdauungssäften in die Speiseröhre, der ein Risiko für organische Komplikationen darstellt und/oder die Lebensqualität der Betroffenen deutlich mindert.
Refluxsymptome gehören zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden: Die gastroösophageale Refluxkrankheit betrifft in den westlichen Industrieländern mindestens zehn Prozent der Bevölkerung. Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein sind typische Anzeichen für die Refluxkrankheit. Die Symptome verstärken sich nach größeren Mahlzeiten, beim Bücken und im Liegen. Anhand der Symptome kann man bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit (engl.: gastroesophageal reflux disease, GERD) folgende Formen unterscheiden:
Ursache für die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Häufig liegt gleichzeitig ein Zwerchfellbruch (sog. Hiatushernie) vor. Zu den Risikofaktoren für die Refluxkrankheit gehören:
Um die gastroösophageale Refluxkrankheit zu diagnostizieren, bietet sich unter anderem die 24-Stunden-pH-Metrie an: Hierbei misst man den Säuregehalt (pH-Wert) der unteren Speiseröhre 24 Stunden lang ständig, um den Rückfluss von Mageninhalt nachzuweisen. Zur Behandlung der Refluxkrankheit sind Allgemeinmaßnahmen (z.B. gezielte Umstellung der Ernährung) und Medikamente geeignet, die beispielsweise die Bildung von Magensäure hemmen. Die Prognose ist dabei recht gut. Selten ist bei der Refluxkrankheit eine Operation zur Therapie empfehlenswert.
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