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Stand: 30. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Reizdarm, fachlich "Reizdarmsyndrom (RDS)", steht für eine sehr häufige Erkrankung des Verdauungstrakts. Ein Reizdarm führt zu einer Reihe unterschiedlicher, immer wiederkehrender Beschwerden, die über lange Zeit in ähnlicher Form auftreten.
Typisch für einen Reizdarm sind:
Doch nicht jeder Mensch mit Reizdarm leidet unter den gleichen Beschwerden: Die Symptome sind vielfältig. Nachts verursacht ein Reizdarmsyndrom äußerst selten Symptome. Dies unterscheidet es zum Beispiel von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.
Viele Menschen, die an einem Reizdarmsyndrom leiden, verspüren die unangenehmen und oft lästigen Beschwerden nur gelegentlich oder in besonderen Situationen (etwa bei oder nach Stress und Ärger). Einige Menschen mit Reizdarm haben allerdings ständig Symptome – Betroffene fühlen sich dann in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.
Häufig vermuten Menschen mit Reizdarm eine schwere Erkrankung hinter ihren Beschwerden. Doch die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom sind zwar unangenehm, in aller Regel aber harmlos!
Den für den Reizdarm typischen Beschwerden können Verdauungsstörungen zugrunde liegen – oft ist der Nahrungstransport im Dickdarm (Kolon) gestört. Die Bezeichnung Reizkolon (engl.: irritable bowel syndrome) trägt dem Rechnung. Aber auch der gesamte Verdauungstrakt einschließlich Dünndarm und Magen kann betroffen sein.

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Was genau zu einem Reizdarm führt, ist bisher unbekannt. Die Behandlung richtet sich daher im Allgemeinen nach den individuellen Beschwerden – eine gezielte Therapie gegen das Reizdarmsyndrom, welche die Ursache beseitigt, gibt es bisher nicht.
Einfache Maßnahmen helfen Ihnen, Ihren Reizdarm gut zu kontrollieren. Dazu zählen:
So lassen sich die verschiedenen Symptome häufig lindern und der Reizdarm macht sich nicht mehr oder nur deutlich schwächer bemerkbar. Unterschiedliche Medikamente können die jeweils vorherrschenden Beschwerden lindern, in manchen Fällen eignet sich ergänzend auch eine psychotherapeutische Behandlung gegen das Reizdarmsyndrom.
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