Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Reizdarm-Syndrom > Behandlung
Stand: 30. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ob und welche Medikamente der Arzt bei einem Reizdarmsyndrom empfiehlt, richtet sich individuell nach Ihren Beschwerden. Die Behandlung des Reizdarms erfordert etwas Geduld. Der Arzt kann nicht voraussagen, wie gut die Medikamente in Ihrem individuellen Fall wirken. Mitunter ist es erforderlich, dass Sie in Absprache mit Ihrem Arzt verschiedene Mittel testen, bis Sie die für Sie wirksame Arznei gefunden haben.
| Ziel der Reizdarm-Behandlung: Die Beschwerden sollen sich bessern, gleichzeitig soll die Therapie gut verträglich sein. |
Eine Verstopfung können Sie zum Beispiel mit viel Bewegung, ballaststoffreicher Ernährung und ausreichend Flüssigkeit in den Griff bekommen. Wenn diese einfachen Maßnahmen nicht wirken, können Sie auf Abführmittel ausweichen. Gängige Wirkstoffe sind zum Beispiel:
Diese sollten Sie jedoch nicht über einen längeren Zeitraum und nur in Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.
Bei Durchfall kann kurzzeitig der Wirkstoff Loperamid zum Einsatz kommen, er hemmt die Darmbewegung. Sie sollten Loperamid ohne ärztliche Anweisung nicht länger als zwei Tage einnehmen. Auch Wirkstoff wie Cholestyramin, Probiotika, lösliche Ballaststoffe und Pflanzenpräparate können hilfreich sein.
Bei Bauchschmerzen und Krämpfen kommt eine Vielzahl von Medikamenten in Betracht:
Medikamente, die die Psyche beeinflussen (Psychopharmaka: Antidepressiva und Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer), kommen zum Einsatz, wenn neben dem Reizdarm eine psychische Erkrankung besteht. In Einzelfällen eignen sie sich auch, um starke Schmerzen zu therapieren
Wichtig: Antidepressiva sollten Sie nur in Rücksprache mit einem Psychiater oder Psychotherapeuten und dem Arzt einnehmen. Das gilt auch für pflanzliche Psychopharmaka, wie das in bestimmten Dosierungen nicht verschreibungspflichtige Johanniskraut.
Gegen Blähungen und Spannungsgefühl im Darm helfen Probiotika und das örtlich angewendete Antibiotikum Rifaximin. Zudem bessert häufig die Behandlung eines bestehenden Durchfalls oder einer Verstopfung gleichzeitig auch die Blähungen.
Milchsäurebakterien: Sie können versuchen, Ihre Darmflora aufzubauen. Dazu eignen sich Medikamente, die Aktivkulturen von Milchsäurebakterien enthalten, insbesondere die Stämme Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus rhamnosus und Bifidobacterium.
Weiterlesen: Reizdarm-Syndrom: Behandlung – Psychische Unterstützung
Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Magen-Darm-Erkrankungen von A-Z. mehr ...
Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.