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Stand: 19. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Morbus Crohn spielt im Rahmen der Therapie auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine spezielle Diät für entzündliche Darmerkrankungen steht nicht zur Verfügung. Aber durch die Ernährung können Sie bei Morbus Crohn sowohl den Krankheitsverlauf als auch Ihren Gesundheitszustand verbessern. Wahrscheinlich haben Sie schon selbst herausgefunden, welche Nahrungsmittel Sie gut vertragen und welche Ihnen nicht bekommen.
Tritt ein akuter Morbus-Crohn-Schub auf, erhalten Sie währenddessen eine künstliche Ernährung: entweder über einen Venenkatheter oder über eine Magen-, Dünndarm- oder Zwölffingerdarmsonde. Die Ernährung über eine dieser Sonden hat gegenüber dem Venenkatheter zwei Vorteile: Zum einen entfallen Komplikationen wie eine Venenentzündung. Zum anderen ist das Risiko für eine Thrombose, das bei chronischen Darmentzündungen erhöht ist, geringer.
Sobald die Beschwerden des Morbus-Crohn-Schubs abklingen, können Sie Ihren Magen-Darm-Trakt allmählich wieder an eine normale Ernährung gewöhnen. Hierbei ist ein langsamer Kostaufbau empfehlenswert:
Auch auf frisches Obst und grüne Salate müssen Sie bei Ihrer Ernährung nicht verzichten: Sie sind bei Morbus Crohn meist gut verträglich. Die leichte Vollkost versorgt den Körper in der Regel ausreichend mit allen lebensnotwendigen Stoffen. Viele Menschen mit Morbus Crohn wählen diese Kostform, weil sie die Verdauungsorgane und das gesamte Stoffwechselsystem entlastet.
Es ist jedoch ratsam, bei der Ernährung auf zuckerhaltige Produkte weitestgehend zu verzichten. Auch Weißmehlprodukte können den Verlauf von Morbus Crohn nachteilig beeinflussen. Viele Ballaststoffe hingegen lindern in den meisten Fällen unangenehme Symptome, da sie sich günstig auf die Verdauung auswirken. Aber: Wenn Sie bereits ausgedehnte Darmverengungen (Stenosen) haben, ist es ratsam, auf ballaststoffreiche Ernährung zu verzichten.
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