Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Magenkrebs > Ursachen

Magenkrebs (Magenkarzinom)

Endogene Risikofaktoren

Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Einige Vorerkrankungen können das Risiko für Magenkrebs (Magenkarzinom) steigern (endogene Risikofaktoren).

Helicobacter-pylori-Infektion

Beim Risiko für Magenkrebserkrankungen spielt das Bakterium Helicobacter pylori eine sehr wichtige Rolle. Dieser Keim nistet sich in der Magenschleimhaut ein und ruft dort eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) hervor: Mehr als 90 Prozent aller Patienten mit Magenkrebs im Frühstadium haben auch eine Helicobacter pylori bedingte Gastritis. Auch das Risiko, an einem Lymphdrüsen-Tumor des Magens (Magenlymphom) zu erkranken, erhöht sich bei einer Helicobacter-Infektion deutlich.

Obwohl das Bakterium bei fast jedem Patienten mit Magenkrebs zu finden ist, gilt der Umkehrschluss nicht: Helicobacter-pylori-Infektionen sind sehr häufig und nur wenige der infizierten Personen erkranken im Laufe ihres Lebens an Magenkrebs. Es ist daher umstritten, ob auch eine Helicobacter-pylori-Besiedelung der Magenschleimhaut, die keine Beschwerden hervorruft, vorbeugend mit Antibiotika behandelt werden sollte, um Krebserkrankungen zu vermeiden. Ruft das Bakterium allerdings Symptome (z.B. eine Gastritis) hervor, erhalten die Betroffenen eine entsprechende antibiotische Therapie (sog. Eradikation).

Magenerkrankungen

Magenerkrankungen, die das Krebsrisiko erhöhen können, sind:

  • Chronisch atrophische Autoimmungastritis (Typ A) – eine lang anhaltende Magenentzündung (Gastritis) durch den fehlgesteuerten Angriff körpereigener Abwehrsysteme mit der Folge von Veränderungen der Magenwand und Mangel an Magensäure
  • Vorangegangene Magenoperationen
  • Perniziöse Anämie – eine besondere Form der Blutarmut mit Vitamin-B12-Mangel
  • Bestimmte Magengeschwulste (sog. adenomatöse Magenpolypen))
  • Bestimmte Form der Magenschleimhautentzündung (Riesenfaltenmagen-Gastritis, Morbus Ménétrier)
  • Magengeschwür (Ulcus ventriculi)

Nur selten entwickelt sich Magenkrebs auf einer vollkommen gesunden Magenschleimhaut.

Weiterlesen: Magenkrebs: Symptome

Das könnte Sie auch interessieren

Magen-Darm-Erkrankungen

Magen-Darm-Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr rund um das Thema Magen-Darm-Erkrankungen von A-Z. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.