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Magenkrebs (Magenkarzinom)

Magenkrebs: Ursachen

Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) sind die genauen Ursachen bislang nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren, welche die Erkrankungswahrscheinlichkeit erhöhen.

Genetische Risikofaktoren

Das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, steigt bei erblicher (genetischer) Belastung. So ist ein erhöhtes Risiko bei Erkrankung von Familienmitgliedern ersten Grades (Eltern, Kinder, Geschwister) bekannt.

Exogene Risikofaktoren

Ernährungsgewohnheiten spielen bei Magenkrebs als exogene (durch äußere Einflüsse entstandene) Ursachen eine große Rolle. Während in Japan, China, Chile, Finnland, Kolumbien und Venezuela vergleichsweise viele Einwohner an Magenkrebs erkranken, haben die Nachfahren von Japanern, die in die USA ausgewandert sind, kein erhöhtes Risiko mehr. Diese Beobachtung lässt darauf schließen, dass vor allem die Ernährung und weniger die erbliche Veranlagung für das gehäufte Auftreten von Magenkrebs verantwortlich sind:

  • Der hohe Nitratgehalt geräucherter und gesalzener Nahrung soll durch bakterielle oder zubereitungsbedingte (z.B. Braten oder Grillen) Umwandlung von Nitraten zu Nitriten und deren Verbindung mit Eiweiß zu krebserregenden Nitrosaminen das Magenkrebs-Risiko steigern.
  • Da Nitrat in vielen Gemüsearten vorkommt, sollten diese immer frisch verzehrt werden, bevor sie in Nitrosamine umgewandelt werden können.
  • Außer den Nitriten können über die Nahrung auch bestimmte Gifte von Schimmelpilzen, die Aflatoxine, die als Magenkrebs-Risikofaktoren in Verdacht stehen, in den Körper gelangen.
  • Rauchen gilt ebenfalls als Risikofaktor für ein Magenkarzinom, da sich krebserregende Bestandteile des Tabakrauchs mit dem Speichel lösen und so in den Magen gelangen.
  • Alkohol – besonders in konzentrierter Form – schädigt die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen.
  • Zu heiße Speisen gelten ebenso wie Eiweiß- und Vitaminmangel durch einseitige Ernährung als magenschädigend.

Weiterlesen: Magenkrebs: Ursachen – Endogene Risikofaktoren

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