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Magenkrebs (Magenkarzinom)

Magenkrebs: Therapie

Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) richtet sich die Therapie in erster Linie danach, wie weit die Erkrankung schon fortgeschritten ist.

Operation

Ziel der Operation bei Magenkrebs ist es, den Tumor vollständig zu entfernen (sog. R0-Resektion). Das Ausmaß der Operation hängt dabei von der Tumorgröße und dem Tumortyp ab. Mit einem Sicherheitsabstand von einigen Zentimetern schneidet der Operateur das Magenkarzinom heraus. Dabei entfernt er außerdem umgebendes Bindegewebe, Lymphknoten sowie eventuell die Milz.

Überschreitet der Magenkrebs die Magenwand, so ist oft eine erweiterte Magenentfernung (Gastrektomie) notwendig. Bei Tumoren im Eingangsbereich des Magens (Kardia) muss der Arzt außerdem den unteren Speiseröhrenabschnitt (distale Ösophagusresektion) und die Milz (Splenektomie) entfernen. Nach teilweiser Entfernung des Magens (subtotale Gastrektomie) wird der Restmagen mit dem Dünndarm unterhalb des Zwölffingerdarms verbunden (Gastrojejunostomie).

War es notwendig, den Magen im Rahmen der Magenkrebs-Therapie vollständig zu entfernen, verbindet man die Speiseröhre (Ösophagus) mit dem Dünndarm unterhalb des Zwölffingerdarms (Ösophagojejunostomie) oder näht zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm eine Dünndarmschlinge (Jejunum) ein. Der Arzt verbindet die Speiseröhre nicht direkt mit dem Zwölffingerdarm, denn hier münden Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang. Wäre die Speiseröhre direkt mit dem Zwölffingerdarm verbunden, könnte Gallen- und Bauchspeicheldrüsensekret in die Speiseröhre zurücklaufen. Um dies zu vermeiden, näht der Arzt die Speiseröhre also an einen Abschnitt des Dünndarms. Oft wird durch mehrere seitlich aneinander genähte Darmschlingen ein Reservoir im Sinne eines Ersatzmagens geschaffen. Dies soll die Größe der aufnehmbaren einzelnen Nahrungsportionen vergrößern.

Ist eine Heilung bei Magenkrebs nicht mehr möglich, kann unter Umständen eine Operation zur Linderung der Beschwerden sinnvoll sein (palliativer Eingriff). Dabei entfernt der Operateur beispielsweise den durch Tumorwachstum eingeengten oder verschlossenen Anteil des Magens oder den gesamten Magen und stellt die Passage wieder her.

Weiterlesen: Magenkrebs: Therapie – Minimal invasive Chirurgie

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