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Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) sind die Symptome meist uncharakteristisch. Häufig treten lange Zeit keine Beschwerden auf oder Betroffene stufen die Symptome als harmlos ein.
Magenkrebs kann eine Magenblutung auslösen. Bei stärkerem Blutaustritt in den Magen färbt sich der Stuhl schwarz (Teerstuhl) oder es kommt zum Erbrechen von Blut. Das Erbrochene erscheint "kaffeesatzartig". Durch den Kontakt mit der Magensäure nimmt das Blut die entsprechende Farbe und Konsistenz an.
Wenn das Magenkarzinom den Magenausgang einengt, kann die aufgenommene Nahrung den Magen nicht mehr ungehindert in Richtung Darm verlassen. Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen sind die Folgen. Nach dem Erbrechen, eventuell auch von Nahrungsresten vom Vortag, tritt vorübergehende Erleichterung ein und das Druckgefühl verschwindet. Durch den Rückfluss von Magensäure oder Nahrungsbrei in die Speiseröhre kann Sodbrennen entstehen.
Ungewollte Gewichtsabnahme, Blutarmut (Anämie), Schluckbeschwerden, Leistungsknick oder leicht erhöhte Körpertemperatur können bei Magenkrebs ebenfalls als Symptome auftreten. Bei fortgeschrittenen großen Tumoren, insbesondere bei schlanken Menschen, ist dieser mitunter tastbar.
Magenkrebs löst außerdem Symptome aus, indem er streut: Hat das Magenkarzinom Tochtergeschwulste (Metastasen) in Lymphknoten gebildet, ist unter Umständen der sogenannte Virchow-Lymphknoten in der linken Schlüsselbeingrube vergrößert und tastbar. Bei Tochtergeschwulsten in der Leber kann sich die Leber vergrößern – Druckschmerzen sind dann oft typisch. Darüber hinaus können sich größere Flüssigkeitsmengen in der Bauchhöhle (Aszites) ansammeln.
Eine neu aufgetretene Unverträglichkeit von Kaffee, Obst, Alkohol (insbesondere Wein und Sekt), sowie eine Abneigung gegen Fleisch und zunehmende Appetitlosigkeit sind bei Magenkrebs typische Symptome.
Oft sind die Beschwerden in der Magenregion lange Zeit nur sehr gering oder gar nicht vorhanden, und die Frühzeichen von Magenkrebs werden daher für Ernährungsfehler oder harmlose Magenbeschwerden gehalten. Diese Symptome haben meist tatsächlich harmlose Ursachen. Wenn die Symptome jedoch trotz Therapie und geregelter Lebensführung länger als acht Wochen anhalten, sollte der Arzt ein Magenkarzinom durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie) ausschließen.
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