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Magenkrebs (Magenkarzinom)

Magenkrebs: Diagnose

Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Magenkrebs (Magenkarzinom) erfolgt die Diagnose anhand der Krankengeschichte (Anamnese) sowie mithilfe von ärztlichen Untersuchungen.

Laboruntersuchungen

Wenn der Magenkrebs in den Magen einblutet, lässt sich dieses Blut im Stuhl mit einem Test (Hämoccult-Test) nachweisen. Bei einer Blutuntersuchung ist eine Eisenmangelanämie zu finden, was ein Zeichen für eine längere Blutung des Tumors ist.

Bei Magenkrebs bestimmt man die sogenannten Tumormarker CA 72-4, CA 19-9 und CEA im Blut. Tumormarker sind Substanzen, die bei bestimmten Tumorerkrankungen im Blut vermehrt vorkommen können. Wenn sich eine erhöhte Konzentration nachweisen lässt, können diese Marker im Verlauf der Therapiekontrolle dienen. Als Suchtest für einen ersten Hinweis auf Magenkrebs sind die Tumormarker allerdings nicht geeignet.

Magenspiegelung

Bei der Magenkrebs-Diagnose spielt die Magenspiegelung (Gastroskopie) eine wichtige Rolle. Bei dieser Untersuchung schiebt der Arzt ein flexibles schlauchförmiges Instrument (Endoskop) über die Speiseröhre in den Magen vor. Mithilfe des Endoskops kann der Arzt den Magen von innen beleuchten und so Veränderungen der Magenschleimhaut feststellen. An der Spitze des Instruments ist eine winzige Kamera befestigt, sodass sich das erzeugte Bild auf einem Monitor betrachten und speichern lässt. In einem Endoskop befindet sich außerdem eine kleine Röhre, durch die spezielle Instrumente in den Magen vorgeschoben werden können. Mit diesen Instrumenten kann der untersuchende Arzt unter Sicht eine kleine Probe aus verdächtigen Stellen der Magenwand entnehmen (Biopsie), die dann im Labor unter dem Mikroskop auf Magenkrebs untersucht wird.

Die Magenspiegelung sollte immer dann erfolgen, wenn Magenbeschwerden nicht innerhalb weniger Wochen verschwinden. Sie ist die beste Untersuchung, um ein Magenkarzinom in einem frühen und damit möglicherweise noch heilbaren Stadium sicher zu diagnostizieren. In der Regel lässt sich die Magenspiegelung ambulant durchführen und dauert nur wenige Minuten. Das Gefühl beim Schlucken des Schlauchs empfinden Betroffene häufig als unangenehm – zur besseren Verträglichkeit ist eine leichte Betäubung mit Beruhigungsmitteln möglich.

Weiterlesen: Magenkrebs: Diagnose – Röntgen und Computertomographie

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