Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Magengeschwür (Ulcus ventriculi) > Vorbeugen
Stand: 18. Juni 2013Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wollen Sie einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi) vorbeugen, ist es grundsätzlich ratsam, alle Speisen und Getränke wegzulassen, die den Magen reizen und die Sie nicht gut verträglich sind. Das gilt beispielsweise für sehr scharfes und heißes Essen sowie für hochprozentigen Alkohol und große Mengen Kaffee. Da die Verträglichkeit der meisten Getränke und Speisen individuell starken Schwankungen unterliegt, ist es wichtig, dass Betroffene mit einem Ulcus ventriculi selbst austesten, was und welche Mengen ihnen bekommen.
Wer unter einem stressbedingten Magengeschwür leidet, sollte versuchen, Stress abzubauen – hier können zum Beispiel Entspannungsübungen vorbeugen. Weil Rauchen die Magenschleimhaut ebenfalls angreift, ist es sinnvoll, auch darauf zu verzichten, um einem Ulcus ventriculi vorzubeugen. Wer regelmäßig magenschädigende Medikamente einnimmt (nichtsteroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure), sollte diese nach Absprache mit dem Arzt gegebenenfalls absetzen und besprechen, welche Alternativen es gibt. Bei einem durch den Keim Helicobacter pylori verursachten Magengeschwür muss der Erreger mit Medikamenten bekämpft werden. Ansonsten kann das Magengeschwür erneut auftreten.
Führen diese Maßnahmen zu keinem Erfolg, ist zusätzlich eine vorbeugende Einnahme spezieller Medikamente (Säureblocker, Protonenpumpenhemmer) denkbar. Säureblocker können vorbeugend auch für Personen sinnvoll sein, die aufgrund rheumatischer Gelenkerkrankungen mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelt werden müssen.
Tritt ein Magengeschwür trotz konsequenter Einhaltung der vorbeugenden Maßnahmen und Medikamenteneinnahme erneut auf, kann eine chirurgische Maßnahme (Magenteilentfernung) empfehlenswert sein. Dies trifft auch dann zu, wenn der Betroffene aufgrund von Nebenwirkungen die Medikamente absetzen muss. Allerdings können nach einer solchen Operation in einigen Fällen erneut Magengeschwüre auftreten.
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