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Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit)

Laktasepräparate

Stand: 16. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseunverträglichkeit) kann der Dünndarm den aufgenommenen Milchzucker (Laktose) nicht richtig verdauen. Dies liegt an einem Mangel des Enzyms Laktase im Dünndarm. Laktase ist dafür zuständig, den Milchzucker aufzuspalten in Schleimzucker (Galaktose) und Traubenzucker (Glukose). Nur wenn die Laktose in diese beiden Bestandteile zerlegt ist, kann der Körper den Zucker als Energiequelle für verschiedene Stoffwechselvorgänge nutzen. Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, hat zu wenig Laktase im Dünndarm. Die Folge: Der Milchzucker gelangt unverdaut in den Dickdarm und löst dort die charakteristischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen aus.

Die Einnahme von Laktase kann bei einer Laktoseunverträglichkeit hilfreich sein. Es gibt diverse Präparate, die das Enzymbeinhalten, zum Beispiel Tabletten. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die folgende Mahlzeit Laktose enthält, können sie das Laktasepräparat unmittelbar vor dem Esseneinnehmen. Die Präparate sind rezeptfrei in Apotheken, Reformhäusern, Drogeriemärkten oder über den Versandhandel im Internet erhältlich. Die richtige Dosis ist sehr individuell und hängt davon ab, wie stark ausgeprägt Ihre Laktoseintoleranz ist und wie hoch der Laktosegehalt der Speise ist. .

In Reformhäusern – und zunehmend auch in vielen Supermärkten – gibt es seit einiger Zeit ein stetig wachsendes Angebot an "laktosefreien" Lebensmitteln, etwa laktosefreie Milcherzeugnisse (z.B. Milch, Quark, Sahne, Frischkäse, Joghurt, Käse), laktosefreie Fertiggerichte sowie laktosefreie Lebensmittel wie Saucen, Salatdressings, Gemüsebrühe oder Süßigkeiten. Es handelt sich hierbei um Lebensmittel, die mit dem Enzym Laktase vorbehandelt worden sind. Die Laktase hat den Milchzucker somit bereits in Schleimzucker und Traubenzucker aufgespalten, sodass der Dünndarm diese direkt aufnehmen kann. Die entsprechenden Produkte enthalten damit nur noch geringe Mengen an Milchzucker und gelten praktisch als laktosefrei. Eine Alternative zu tierischen laktosehaltigen Milchprodukten sind pflanzliche Produkte ohne Laktose, zum Beispiel aus Sojamilch, Hafer- oder Reismilch.

Weiterlesen: Laktoseintoleranz: Verlauf

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