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Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern

Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern

Stand: 25. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Invagination führt zu einem Darmverschluss (Ileus) bei Kleinkindern. Bei einer Invagination stülpt sich ein Stück Darm ein. Die Ursache ist in den meisten Fällen unbekannt. Durch die Einstülpung kann der Darminhalt nicht mehr ungehindert passieren und staut sich auf.

Ein Darmverschluss durch Invagination kommt bei Kleinkindern vor allem im Alter bis zu einem oder zwei Jahren vor. Er tritt dann relativ plötzlich bei bis dahin gesunden Babys auftritt.

Die Symptome dieser Einstülpung des Darms sind heftige, in Wellen verlaufende Bauchschmerzen, Erbrechen, Abgang eines blutigen Schleims, Blässe und Unruhe. Das Kind wirkt schwer krank und schreit in manchen Fällen aufgrund der starken Schmerzen.

Bei einem Darmverschluss durch Invagination muss die Behandlung unverzüglich im nächsten Krankenhaus erfolgen. Zur Diagnose tastet der Arzt zunächst den Bauch des Kindes vorsichtig ab. Die Invagination lässt sich häufig bereits ertasten. Eine Röntgen-Untersuchung des Bauches hilft, die Einstülpung deutlich zu erkennen. Im Frühstadium kann der Arzt die Invagination oft durch einen Einlauf lösen und selten sogar allein durch eine Bauchmassage rückgängig machen. Gelingt dies nicht, so ist eine Operation erforderlich. Bei dieser legt der Chirurg den eingestülpten Darm in seine ursprüngliche Position zurück.

Bei einem Darmverschluss durch Invagination ist die Verdauung blockiert – Verdauungsbrei staut sich auf und schädigt die Darmwand. Treten Bakterien aus dem Darm in den Bauchraum über, ist unter anderem eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung (Peritonitis) möglich. Auch ist der Dickdarm dafür zuständig, dem Verdauungsbrei Flüssigkeit zu entziehen und ins Blut zu überführen. Beim Darmverschluss kann der Darm diese Aufgabe nicht mehr entsprechend erfüllen – Austrocknung (Exsikkose) und Kreislaufversagen können mögliche Folgen sein.

Ohne eine entsprechende Behandlung kann der Darmverschluss tödlich enden. Eine schnelle Therapie bessert jedoch die Prognose deutlich.

Weiterlesen: Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern: Definition

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