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Stand: 18. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Jeder Mensch hat von Natur aus Hämorrhoiden (griech. "haíma" = Blut, "rhéin" = fließen; auch: Hämorriden, fälschlicherweise liest man öfter auch den Begriff "Hämoriden"). Hämorrhoiden stellen eine wichtige, natürliche Struktur des Analkanals dar und sind keine Erkrankung. Hämorrhoiden sind knotenförmige Erweiterungen einzelner Abschnitte des Schwellkörpers (sog. Corpus cavernosum recti), der oberhalb der Schließmuskeln am Darmausgang liegt. Arterien und Venen versorgen den Schwellkörper mit Blut.
Zusammen mit dem inneren und äußeren Schließmuskel des Afters dichten Hämorrhoiden den Darm nach außen hin ab. Hämorrhoiden helfen der Schließmuskulatur, den Darmausgang auch bei Belastung verschlossen zu halten, so zum Beispiel beim Niesen oder Lachen. Meist wölben drei Knoten, die an der Einmündung der Arterien in den Schwellkörper liegen, hierfür die Schleimhaut vor.
Die Symptome, die landläufig als "Hämorrhoiden" bekannt sind, müsste man korrekterweise als Hämorrhoidalleiden bezeichnen. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man, wenn die Hämorrhoiden vergrößert sind, sodass sie sich vorwölben und Beschwerden verursachen.
Schon in der Antike war das Krankheitsbild bekannt. Der griechische Name "haimorrhoideis phlebes" bedeutet so viel wie "blutfließende Adern" und wurde über das Lateinische im 18. Jahrhundert ins Deutsche übernommen.
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