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Stand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Sie können einer Giardiasis (Lambliasis, Lamblienruhr) vorbeugen, indem Sie allgemeine hygienische Maßnahmen einhalten und vor allem in Gegenden mit besonders hoher Infektionsrate (z.B. in den Tropen) Vorsicht im Umgang mit Nahrungsmitteln und Wasser walten lassen. Die Giardiasis entsteht durch eine Infektion mit dem Dünndarmparasiten Giardia intestinalis (auch Giardia lamblia oder Lamblia intestinalis genannt). Die Ansteckung erfolgt durch die als Zyste bezeichnete Form dieser Giardien (bzw. Lamblien): Infizierte Menschen oder Tiere scheiden die Zysten mit dem Stuhl aus. Wenn Sie diese Zysten über den Mund aufnehmen, können Sie sich mit der Giardiasis anstecken. Darum gilt:
Wenn Sie sich dennoch mit dem Erreger der Giardiasis infiziert haben, können Sie der Ausbreitung der Erkrankung vorbeugen, indem Sie dazu beitragen, den Infektionsweg zu unterbrechen: Auch hierzu ist es wichtig, Toiletten korrekt zu benutzen und sich regelmäßig die Hände zu waschen.
Um zu verhindern, dass eine Giardiasis epidemische Ausmaße annimmt, ist es notwendig, das Trinkwasser ausreichend zu chlorieren und zusätzlich durch Sandfiltration aufzubereiten, denn: Die Erreger der Giardiasis können in ihrer Zystenform einen Chloridgehalt von 0,5 Milligramm pro Liter Wasser mehrere Tage überleben. Einer Ausbreitung der Infektion über kontaminiertes Trinkwasser lässt sich auch durch ausreichendes Erhitzen des Wassers vorbeugen: Mit einer Temperatur von über 60 Grad Celsius können Sie die Zysten abtöten.
Bei der Giardiasis (Lambliasis, Lamblienruhr) ist folgende rechtliche Bestimmung zu beachten: Der Nachweis von Giardien ist nach § 7, Abschnitt 1 des Infektionsschutzgesetzes meldepflichtig.
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